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ENNS. Rotraud Söllinger-Letzbor (77) spielt die Weichsenrieder Mutter im Theaterstück „Der varreckte Hof“, das noch bis 6. August im Florianer Freihaus in Enns zu sehen ist.

Rotraud Söllinger-Letzbor (2. v.l.) verzaubert das Publikum.
Rotraud Söllinger-Letzbor (2. v.l.) verzaubert das Publikum.

Es gibt Menschen, die durch ihre bloße Anwesenheit die Welt zu einem freundlicheren Ort machen, die mit dem gesprochenen Wort tiefe Spuren in den Herzen ihrer Mitmenschen hinterlassen und kinderleicht - so scheint es - ein Lächeln auf deren Gesichter zu zaubern im Stande sind. Einer dieser Menschen ist die Hauptprotagonistin aus „Der varreckte Hof“, Rotraud Söllinger Letzbor. Die 77-Jährige ist vor allem eines: dankbar. „Ich stehe jeden Morgen auf und sage erstmal: danke. Danke für meine Gaben und für die Möglichkeit, das tun, was ich gerne tue“, so die Schauspielerin. Generell konzentriert sich Söllinger-Letzbor vor allem auf das Leben selbst, das zwar manchmal hart sein kann, aber immer auch Möglichkeiten bietet, das Beste aus schwierigen Situationen zu machen. „Ich war in meinem Leben noch nie unzufrieden. Das heißt nicht, dass es mir immer gut gegangen ist - eine gewisse Zufriedenheit begleitet mich aber seitdem ich denken kann, und auch dafür bin ich dankbar.“

Jeder ist seines Glückes Schmied

Zwar ist es so, dass grundsätzlich jeder im Stande ist, sein Leben so zu gestalten, wie er es gerne möchte, oft aber der Mut, die Ausdauer oder das Selbstvertrauen fehlt. „Jeder Mensch ist wertvoll, jeder ist mit gewissen Gaben gesegnet, die es zu entdecken gilt. Und auf keinen Fall darf man sich von anderen Menschen einreden lassen, etwas nicht zu können. Jeder ist auf seine Weise einzigartig“, so die Ausnahmekünstlerin abschließend.


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