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Zu Silvester werden hunderte Verletzte erwartet

Rafael Haslauer, 22.12.2016 08:37

ENNS. Alle Jahre wieder kommt es zu Silvester durch den unsachgemäßen Gebrauch von pyrotechnischen Produkten zu zahlreichen Unfällen. 90 Prozent aller Unfälle ereignen sich innerhalb weniger Stunden rund um Silvester, wie Unfallanalysen des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) zeigen.

Die beliebten Feuerwerkskörper verursachen häufig Verletzungen. Foto: Weihbold
Die beliebten Feuerwerkskörper verursachen häufig Verletzungen. Foto: Weihbold

Neben Fondue und dem einen oder anderen Gläschen Sekt darf dabei für viele vor allem eines nicht fehlen: Knallkörper und bunte Feuerwerksraketen. Doch auch wenn diese schön anzusehen sind, so ist der Umgang mit Feuerwerkskörpern dennoch nicht ungefährlich. „Jedes Jahr verletzen sich in Österreich etwa 300 Personen so schwer, dass sie nach einem Unfall nochmals zur Nachbehandlung ins Krankenhaus müssen. Etwa 90 Prozent dieser Unfälle ereignen sich in den Stunden rund um Silvester“, weiß Othmar Thann, Direktor des KFV.

Drei von fünf Verletzten unter 25 Jahre alt

Besonders häufig verletzen sich junge Menschen im Umgang mit pyrotechnischen Produkten: 40 Prozent aller Verletzten sind 15 bis 24 Jahre alt. 21 Prozent der Verletzten sind sogar jünger als 15 Jahre. Deutliche Unterschiede sind zudem auch hinsichtlich der Geschlechteraufteilung zu erkennen. Die aktuellen Zahlen des KFV zeigen, dass 97 Prozent aller Verletzten männlich sind. „Junge Männer verletzen sich beim Hantieren mit Feuerwerksraketen und Knallkörpern mit Abstand am häufigsten“, erklärt Thann. „Gerade Kindern und Jugendlichen fehlt einerseits oft das Wissen über den richtigen Umgang mit pyrotechnischen Produkten und andererseits das Gefahrenbewusstsein.“

Tödlich verunglückt sind im Zeitraum 2011 bis 2015 vier Personen, bei allen vier Todesfällen handelte es sich um Männer.

Kein Einsatz für das Rote Kreuz Enns

In Enns und Umgebung sieht die Situation etwas anderes aus. „Wir bekamen im letzten Jahr keinen einzigen Notruf rein, der in Verbindung mit Verletzungen durch Knallkörper zu bringen war“, so Wolfgang Bindreiter vom Roten Kreuz Enns. Dass  2013 das Zünden von Schweitzer-Krachern verboten wurde, könnte bei dieser Entwicklung ausschlaggebend sein.


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