Frauentag: „Das Frauenwahlrecht ist nicht einfach vom Himmel gefallen“
ENNS. Taten statt Worte: Der Kampf der Suffragetten. Ein Film, der am internationalen Frauentag in der Zuckerfabrik eine nachdenkliche Stimmung hinterließ.

Die bürgerlichen Frauen hatten es Anfang des vorigen Jahrhunderts satt: Lange genug hatten sie geredet, friedlich gefordert und klug argumentiert, nichts hatte sich geändert. Nun wollten sie Taten sehen, und forderten das uneingeschränkte Wahlrecht, damit ihre Interessen bei parlamentarischen Entscheidungen endlich berücksichtigt würden. Die Suffragetten, wie man sie despektierlich nannte, gingen auf die Straße, sie warfen Scheiben ein, sie traten in den Hungerstreik.
Beim Filmabend im Kulturzentrum Zuckerfabrik am internationalen Frauentag in Enns, hinterließ dieser Film, sowohl bei den Organisatorinnen als auch bei den Besucherinnen, eine nachdenklich Stimmung. Das Frauenwahlrecht ist nicht einfach vom Himmel gefallen. Es musste von den Frauen genauso ersehnt, eingefordert und erkämpf werden. Das Frauenwahlrecht, das den Menschen heute so selbstverständlich ist, musste sich gegen viele Vorurteile von Männern und Frauen durchsetzen. Es wurde erst vor knapp hundert Jahren hart erkämpft.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden