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ENNS. Einst boten am Ennser Bauernmarkt 16 Erzeuger ihre Produkte an, nun sind es nur noch drei. Für die Stadtgemeinde, die TSE und die Bauernschaft Grund genug, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

Es erscheint auf den ersten Blick paradox: zum einen geht der Trend immer mehr in Richtung gesunder, regionaler und saisonaler Ernährung, zum anderen haben die Bauern am Ennser Bauernmarkt einen steten Kundenrückgang zu verzeichnen. Ein Workshop unter TSE-Chef Max Homolka und Stadträtin Rita Sengseis-Spindler (ÖVP) soll dem Mysterium auf die Spur kommen und Lösungsansätze finden.

Problemfindung

„Unsere Hauptkundschaft ist weit über 50 Jahre alt. Vielleicht haben wir es verabsäumt, die jungen Leute anzusprechen“, so Franz Groschhupfer, der seit den Anfängen des Bauernmarktes in Enns mit dabei ist. Er hat die Funktion des Schriftführers inne. Und so Unrecht hat er dabei nicht, findet auch TSE-Chef Homolka. „Es hakt an vielen Ecken, die Aquirierung neuer, jüngerer Kunden ist aber ein essenzieller Grund, warum ein so hoher Rückgang zu verzeichen ist. Ohne Werbung, die vor allem über Facebook einfach und ohne Kostenaufwand zu gestalten wäre, kann man die jüngere Generation nicht erreichen.“ Aber auch das Schaffen einer geselligen Atmosphäre, ein vielfältigeres Produktangebot, ein Rahmenprogramm für Kinder, Themenwochen und Ähnliches würden dem Bauernmarkt ein neues Gesicht verleihen und ihn obendrein etwas verjüngen. Doch so einfach sich das anhört, ist es nicht.

Aufwand für die Bauern

Bis der Bauer mit seinem Stand am Hauptplatz steht, hat er bereits viele Stunden an Arbeit geleistet, die dem Auge des Kunden natürlich verborgen bleibt und auch die Nacharbeit darf dabei nicht vergessen werden. Bitter wird es vor allem dann, wenn das Wetter nicht mitspielt, weil es bis Dato keine Ausweichmöglichkeit für die Bauern gibt. Und wenn man bedenkt, dass dann auch noch die Kunden ausbleiben, beginnt man sich zu fragen, wozu der ganze Aufwand eigentlich gut sein soll. Aber: jetzt will man Abhilfe schaffen.

Problemlösung

In einem Workshop unter der Leitung von Homolka und Stadträtin Sengseis-Spindler wurde bereits ein Konzept auf die Beine gestellt, dass nun auf die Umsetzung wartet. „Mit diesem Projekt gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung erfolgreicher Innenstadtbelebung. Ein funktionierender Bauernmarkt darf in einer Stadt wie Enns nicht fehlen. Bei der Umsetzung begleitet die TSE den Ennser Bauernmarkt sehr gerne“, so Homolka. Und auch die Stadträtin sieht das ähnlich: „Der Bauernmarkt, aber alle Märkte in Enns, erfüllen mehrere Aufgaben: Als wichtiger Motor der Belebung der Innenstadt, als Nahversorger mit allerlei frischen und guten Köstlichkeiten, aber auch ist der Bauernmarkt eine gute Kontaktmöglichkeit zwischen Erzeuger und Verbraucher. Produkte direkt vom Erzeuger zu kaufen, zu wissen woher diese kommen, und die gute, regionale Qualität zu geniessen machen den Bauernmarkt zu einem besonderen Erlebnis“, so Sengseis-Spindler.

In der ersten Instanz des Workshops wurden die Probleme auf Produzenten- und Kundenseite erörtert, und nach Lösungsansätzen gesucht. Das Ergebnis soll in wenigen Wochen präsentiert werden. Tips bleibt dran.

Ennser Märkte

Bauernmarkt

Freitag von 13 bis 17 Uhr

Wochenmarkt

Mittwoch und Samstag von 7.30 bis 12 Uhr


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