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ENNS. Sommer, Sonne, Strand und Meer – für viele Menschen ist der wohlverdiente Urlaub das Highlight des Jahres. Die Reiseziele haben sich allerdings grundlegend verändert.

Foto: Weihbold
Foto: Weihbold

Wenn sich der feine Sand zwischen den Zehen hindurchpresst und der salzige Duft des Meeres die Nasengänge streift, befindet man sich im Jahr 2017 höchstwahrscheinlich an einem Strand in Griechenland, Spanien oder Kroatien. „Vor allem Griechenland profitiert im Moment von den Szenarien in der Türkei und wird heuer deutlich mehr Touristen empfangen als noch vor wenigen Jahren“, weiß der Ennser Rudi Fichtinger vom Reisebüro Kuoni. Das war nicht immer so.

Alte Ziele

Während das von der Euro-Krise gebeutelte Land am Mittelmeer in den vergangenen Jahren deutlich an Attraktivität einbüßen musste, erfreut es sich nun wieder größter Beliebtheit. Der Grund: Länder wie die Türkei, Ägypten oder Tunesien werden beinahe schon solidarisch gemieden. „Tunesien hat schon seit vier Jahren einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen, in die Türkei will im Moment kaum jemand. Davon profitieren natürlich andere Länder“, so Fichtinger.

Erholung für Ägypten

Lediglich Ägypten würde sich im Moment wieder erholen. Seitdem am 31. Oktober 2015 ein Airbus A321 einer russischen Fluglinie auf der Sinai-Halbinsel östlich von Bir el-Hassana abgestürzt ist, wurden zahlreiche Flüge gestrichen. Angeblich soll es sich um einen Terroranschlag gehandelt haben, aufgeklärt werden konnte der Vorfall allerdings bis heute nicht.

Neue Ziele

Neben den bereits genannten Ländern (Griechenland, Spanien und Kroatien), liege auch die USA wieder voll im Trend. Hier allerdings sei Vorsicht geboten. „Viele machen den Fehler, das Esta-Visa nicht über das Reisebüro zu beantragen, was in vielen Fällen mit erheblichen Mehrkosten verbunden ist“, sagt der Fachmann. Immerhin müsse man für Überseereisen ohnehin deutlich mehr Geld in die Hand nehmen. „Neben den USA sind heuer auch die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen beliebte Reiseziele. Allerdings ist hier der Aufwand für das Beantragen eines Russland-Visum nicht zu unterschätzen“, so Fichtinger.

Bulgarien für die Jugend

Partys feiern ist in vielen Ländern möglich, bevorzugt wird von den Jugendlichen momentan aber vor allem Bulgarien. „Weil dort das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, war Bulgarien auch schon früher ein beliebtes Reiseziel. Nun aber wird für Jugendliche der sonnige Staat am schwarzen Meer, was Griechenland für die Erwachsenen ist, weil andere Party-Ziele wie etwa Bodrum in der Türkei nicht gebucht werden“, weiß Fichtinger. Ob sich dieser Trend in absehbarer Zeit wieder ändern wird bleibt abzuwarten. Den Urlaub vermiesen lässt sich trotz Terrorgefahr aber kaum jemand.


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