HUAk Enns: Trainieren wie die Soldaten
ENNS. Winterspeck ade: Vizeleutnant und Sportlehrer Thomas Krupa von der Heeresunteroffiziersakademie (HUAk) gibt Tipps, wie das Vorhaben gelingt, fit in den Frühling zu kommen. Schweißausbrüche sind garantiert.

Wie schaffen es die Soldaten, und zwar durch die Bank, ihr Fitnesslevel das ganze Jahr über im oberen Leistungsbereich zu halten, während das für den Normalbürger beinahe ein Ding der Unmöglichkeit darstellt? Viele sehen – fälschlicherweise wohlbemerkt – die Antwort im großen Zeitaufwand begründet, weil Sport beim Bundesheer verständlicherweise einen recht hohen Stellenwert einnimmt. Allerdings stehen beim Bundesheer noch zahlreiche weitere Aufgaben auf der Agenda, weshalb für sportliche Aktivitäten dann doch relativ wenig Zeit bleibt.
In der Kürze liegt die Würze
Entgegen „herkömmlicher“ Methoden, derer man sich hauptsächlich bedient, wenn es darum geht, Fett zu „verbrennen“, setzt man beim Bundesheer auf zeitsparende, dafür aber hocheffektive Trainingseinheiten, wie Vizeleutnant Krupa von der HUAk informiert. Die Trainingseinheiten zeichnen sich vor allem durch Kräftigungsübungen mit dem eigenen Körpergewicht, sowie durch hochfrequentiertes Zirkeltraining aus.
HIIT und CrossFit
„Zunächst aber sei gesagt“, so Krupa, „dass man sein Ziel, nämlich das Verlieren von Fettpolstern, auch mit Lauf- oder Radfahreinheiten erreichen könnte. Allerdings müsste eine untrainierte Person zwischen eineinhalb und zwei Stunden am Crosstrainer verbringen, um überhaupt ein Resultat zu erzielen.“ Die bessere Variante: HIIT (High Intensity Intervall Training) und CrossFit.
Die Vorteile
Die Vorteile dieser kurzen, dafür aber sehr schweißtreibenden Übungseinheiten, liegen vor allem im sogenannten Nachbrenneffekt begründet. „Der Körper baut noch Stunden nach getaner Arbeit Kilokalorien ab“, so Krupa. Darüberhinaus werden beim HIIT und CrossFit vor allem die kleinen Muskelgruppen beansprucht, die beim Training mit Gewichten in der Regel vernachlässigt werden. Gerade bei Alltagstätigkeiten sei ein stabiler und kräftiger Rumpf das Um und Auf, um Schmerzen vorzubeugen und möglichst lange beschwerdefrei durchs Leben zu gehen. Aber auch das Herz- Kreislaufsystem werde auf diese Weise ausgezeichnet gestärkt.
HIIT
Die Idee beim HIIT besteht darin, den Körper in einer kurzen Belastungsphase bis an seine Leistungsgrenze zu bringen. Hierzu werden bestimmte Intervalle festgesetzt, in denen mit der höchstmöglichen Intensität bei maximaler Herzfrequenz trainiert wird. Anschließend wird in einer Erholungsphase eine niedrige Belastung weitergeführt. „Durch das permanente Wechselspiel aus Belastungsspitzen und kurzen Erholungszyklen wird das Ausdauertraining mit dieser Trainingsmethode deutlich effektiver und kürzer gestaltet“, erklärt der Sportlehrer.
CrossFit
Unter CrossFit versteht man in der Regel ein umfassendes Kraft- und Konditionstraining, das auf funktionellen Übungen basiert, die ständig variiert und mit hoher Intensität durchgeführt werden. „Ein besonderes Augenmerk wird beim CrossFit auf ein ganzheitliches Training gelegt, um vor allem die kleinen Muskelgruppen, die den Körper quasi zusammenhalten, wenn man so will, zu stärken“, ergänzt der Vizeleutnant.
Fitnesstest
Bevor man sich allerdings daran macht, wie wild drauflos zu trainieren, sollte man zunächst das eigene Fitnesslevel austesten lassen, um den Körper nicht gleich von Beginn an überzubeanspruchen, wie Vizeleutnat Krupa abschließend betont.


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