Tag neun: Auf den Spuren der Legio II Italica
ENNS/ROM. Seit neun Tagen unterwegs starteten die „Legionäre“ bereits um 8.15 Uhr bei schönem Wetter in Richtung Heimat.

„Wir ließen Klagenfurt links liegen und erreichten Virunum, die ehemalige Hauptstadt von Noricum“, so Kamptner. Virunum wurde um Mitte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts unter Kaiser Claudius gegründet und löste die Stadt auf dem Magdalensberg ab, von der sie wahrscheinlich auch den Namen übernahm. Die Stadt lag an der Verbindungsstraße der Adria an die Donau. Die Stadt besaß das latinische Bürgerrecht und war bis in die zweite Hälfte des 2. Jahrhunderts Sitz des Provinzstadthalters. Nach den Markomannen-Kriegen wurde die Provinzverwaltung nach Ovilava (Wels) verlegt.
„Die Heimat hat uns wieder“
„Nachdem wir den gefürchteten Pass bezwungen hatten, erreichten wir die Grenze. Die Heimat hat uns wieder! Der Regen leider auch. Nach einer kleinen Modenschau – Kleiderwechsel alle paar Kilometer – setzten wir uns am Fuß der Burg Hochosterwitz, nachdem es mittlerweile in Strömen regnete, in ein Gasthaus. Gestärkt ging es aber bald wieder weiter und nach vier bis fünf Kilometern hatten wir schon wieder trockene Straßen“, berichtet Kamptner in seinem Tagesbericht.
Etappe beendet
Um 15 Uhr traf die Gruppe bereits, nach 137 Kilometern, 1630 Höhenmetern und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 26,3 km/h, in St. Salvator bei Friesach ein. „In einem sehr schönen Landhotel bezogen wir die Zimmer – Sauna um 16 Uhr, Abendessen um 18.30 Uhr, anschließend Friesach bei Nacht.“


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