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ENNS/LINZ. Atemberaubend, spektakulär und aufsehenerregend – so könnte man das neueste Projekt des gebürtigen Ennsers, Hannes Mario-Dejaco, kurzum beschreiben. Seine Vision: die längste Fußgänger-Hängebrücke der Welt in Linz zu errichten.

Für die einmalige Nutzung der Brücke sind Ticketpreise zwischen vier und sieben Euro vorgesehen.
Für die einmalige Nutzung der Brücke sind Ticketpreise zwischen vier und sieben Euro vorgesehen.

Vom Pöstlingberg bis zum Freinberg soll sich die Brücke mit einer Länge von rund 550 Metern in 110 Metern Höhe erstrecken und Fußgängern, Radfahrern sowie Touristen als Abkürzung, vor allem aber als Attraktion dienen, die es so nirgendwo auf der Welt zu sehen, oder besser: zu erleben gibt.

Private Finanzierung

Wie die OÖ. Nachrichten gestern berichteten, wird diese Attraktion der Stadt Linz keinen Cent kosten und auch im Gespräch mit Tips erklärt Dejaco: „Das Projekt wird privat finanziert und würde etwa 4,5 Millionen Euro kosten. Begleichen soll sich die Investition mit einer Gebühr, die für das Passieren der Brücke zu zahlen sein wird.“ Ob das Projekt technisch überhaupt realisierbar wäre? „Ich habe mich sehr lange mit dem Projekt auseinandergesetzt und alle technischen Aspekte prüfen lassen. Und ja, technisch machbar ist es.“

Brückenbaujahr 2018

Das Hängebrücken-Projekt reiht sich somit in eine Reihe von Brückenbauprojekten ein, die heuer in Linz in Angriff genommen werden. Linz-Bürgermeister Klaus Luger freut sich. „Wir freuen uns, dass die Hoch4-Erlebniswelt Leopoldsberg Gesellschaft Linz für ihr atemberaubendes Projekt ausgewählt hat. Linz erhält eine weitere Möglichkeit für Fußgänger und Radfahrer, die Donau zu queren – ein im wahrsten Sinne des Wortes spannendes Brückenprojekt, das einer Donaustadt wie Linz mehr als würdig ist“, zeigt sich Luger begeistert.

Start und Ziel: der Linzer Zoo

Zentraler Ausgangspunkt der neuen Hängebrücke ist der Linzer Zoo am Pöstlingberg. Hier soll auch ausschließlich der Ticketverkauf stattfinden, weil dort bereits entsprechende Infrastruktur wie Parkplätze und WC-Anlagen für Touristen und Tagesausflügler vorhanden ist. Dadurch wird auch vermieden, dass die gegenüberliegende Seite am Freinberg zugeparkt wird.

Natur und Landschaftsbild

Die neue Hängebrücke wird in einer lichten Höhe von rund 110 Metern über der Donau errichtet. Dadurch wird das Naturschutzgebiet Urfahrwänd nicht berührt. Die sichere, aber durch die Seilkonstruktion filigran wirkende Bauweise bewahrt das Landschaftsbild im Donautal durch Linz. Für den Vogelschutz werden eigene Maßnahmen gesetzt, nachts wird die Brücke nur dezent beleuchtet.

Zur Person

Hannes-Mario Dejaco ist ein gebürtiger Ennser, den es nach der Matura nach Wien verschlagen hat, wo er gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Christian Klement seit 20 Jahren im Bereich Tourismus- und Projektentwicklung tätig ist. „Ich freue mich immer wieder , wenn ich nach Enns komme und bin jedes Mal gespannt, was sich seit dem letzten Mal verändert hat“, so Dejaco abschließend.


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