Zwei Meilensteine der Forschung in Enns erhältlich
ENNS. Dem Leiter der Abteilung Römerzeit, Mittelalter- und Neuzeitarchäologie am OÖ. Landesmuseum, Stefan Traxler, ist die Wiederbelebung der Publikationsreihe „Forschung in Lauriacum (FiL)“ zu verdanken.

Vor 65 Jahren (1953) gegründet, sind heuer gleich zwei neue Werke (Band 16 und 17) erschienen. Stefan Groh schließt zehn Jahre Forschung über die verschiedenen Lager der zweiten italischen Legion ab (darunter Enns-Lauriacum und Albing im niederösterreichischen Enns- Donau Winkel).
Römische Malkunst
Helga Sedlmayer beschreibt das Großgrabungsprojekt „Pfanner-Gründe“ (2007 bis 2011) in Enns. 15.295 Funde machen das Alltagsleben einer Siedlung bei einem Legionslager in allen Details sichtbar: Töpferbetriebe, Textil- und Lederverarbeitung, Metallverarbeitung und Beinhandwerk. Malertiegel und Pinselgriffe verweisen auf die wunderbaren Decken- und Wandgemälde, die das römische Lauriacum im nördlichen Alpenraum einzigartig machen. Die Besucher der derzeit laufenden Landesausstellung in Enns können sich von der großartigen Qualität römischer Malkunst überzeugen.
Terra Sigillata
Von besonderem Charme ist der Fund eines Keramikfragmentes (Terra Sigillata genannt), in das ein Lehrer mit sicherer Hand das Wort „Roma“ eingeritzt und daneben der Schüler das Wort zu kopieren versucht hat. Die Vertreter des Museumvereines Lauriacum, Reinhardt Harreither und Manfred Holzleitner, freuten sich, zusammen mit dem Herausgeber Stefan Traxler, dem Ennser Bürgermeister die neuesten Publikationen zum römischen Enns – Lauriacum überreichen zu dürfen. „Die gute Zusammenarbeit von OÖ. Landesmuseum, Österreichischem Archäologischen Institut und dem Museum Lauriacum in Enns hat mit diesen Publikationen ein weiteres sichtbares Zeichen erfahren“, freut sich Holzleitner. Beide Bände sind im Museumsshop und im Severinushaus der Basilika Enns-St. Laurenz erhältlich oder können unter www.denkmalpflege.at bestellt werden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden