Anrainer der Ennser Mühlenstraße beklagen Tempoüberschreitungen in 30er-Zone
ENNS. Anrainer der Mühlenstraße fühlen sich im Stich gelassen – Raserei in der 30er-Zone gehöre schon zum traurigen Alltag, wie Markus Haunschmid berichtet.

Das Thema Tempoüberschreitung sei für die Bewohner der Mühlenstraße inzwischen schon allgegenwärtig und das schon seit einigen Jahren. Sie wünschen sich wirksame Gegenmaßnahmen. „Uns wurde bisher immer nur erklärt, welche verkehrsberuhigenden Maßnahmen nicht umgesetzt werden können“, zeigt sich Markus Haunschmid von der Stadtpolitik enttäuscht. „Ich kann nicht verstehen, dass extreme Tempoüberschreitungen als Kavaliersdelikt achselzuckend zur Kenntnis genommen werden“, und fordert mehr Sicherheit für seine Kinder.
Kritik der Grünen
In einer Presseaussendung kritisiert Grüne-Gemeinderat Michael Reichhardt die „Apfel- und Zitronenaktion“ von Vizebürgermeister Manfred Voglsam, die in der Westbahnstraße ein- bis zweimal im Jahr die Autofahrer an das 30 km/h-Tempolimit erinnern soll und fordert schärfere Kontrollen. „Statt Apfel-Zitronen-Aktionen fordern wir eine rigorose Tempoüberwachung seitens der Exekutive. Sollte diese wirkungslos bleiben, wäre als letzter Schritt auch ein Fahrverbot für den Durchzugsverkehr zu überdenken“, heißt es da. Voglsam, der für das Resort Straßen und Verkehr zuständig ist, reagiert: „Hier ist es das Hauptziel, die Fahrer darauf aufmerksam zu machen, Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten; und das vor allem in der Westbahnstraße, wo die 30er-Zone offensichtlich nicht sehr ernst genommen wird.“
Messungen
Dass die Geschwindigkeitsbegrenzung auch in der Mühlenstraße ein Problem darstellt, weiß der Vizebürgermeister, allerdings würden sich diese Übertretungen in Grenzen halten. Bereits im August 2016 wurde dort eine Woche lang ein Geschwindigkeitsmessgerät installiert, um sich einen tatsächlichen Überblick über die Geschwindigkeitsübertretungen zu verschaffen. Diese ergab eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 36 km/h in die eine und 37 km/h in die andere Richtung. „Im Vergleich zu anderen 30er-Zonen ist eine durchschnittliche Überschreitung von sieben km/h nicht wirklich erwähnenswert“, so Voglsam.
Alternative: Wohnstraße
Schon in der Vergangenheit wurde der Wunsch laut, wie Voglsam weiter informiert, die 30er-Zone in der Mühlenstraße in eine „Wohnstraße“ umzuwidmen. Das allerdings sei rechtlich gar nicht möglich, „das hat die Bezirkshauptmannschaft mit einem Gutachter schon einmal geprüft. Zudem gilt auf Wohnstraßen ein Tempolimit von fünf km/h – selbst Kinder mit ihren Fahrrädern könnten nicht durch die Straße fahren, ohne das Gesetz zu verletzen.“Voglsam betont weiter, die Sicherheit der Anrainer sehr ernst zu nehmen, allerdings müsse man auch bei den Fakten bleiben und die besagen, wie bereits erwähnt, eine maximale durchschnittliche Übertretung von sieben km/h, und die sei zu verkraften.


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06.08.2018 21:34
Tempoüberschreitungen in Mühlenstrasse
36 km/h anstatt 30 km/h sind eine Überschreitung von immerhin 20%. Auf der Bundesstrasse oder Autobahn wäre diese Übertretung von 20% eine garantierte Strafe von mind. 50 Euro. Aber in einer Strasse, wo Kinder wohnen, ist das ja tolerierbar, nicht wahr Herr Voglsam ?? Und die 5km/h Beschränkung gibt es ja auch nur dort, wo keine Kinder oder Radfahrer wohnen, nicht wahr Herr Voglsam ?? Es gibt leider viele dumme Menschen auf dieser Welt, aber viele davon sind Politiker.