Ortsstellenversammlung des Roten Kreuzes Enns im Pfarrsaal Lorch
ENNS. “Solange sich auf dieser Welt noch jemand um das Schicksal seines Nächsten sorgt, muss ich nicht verzagen“, zitierte Pfarrleiter und Gastgeber der diesjährigen Ortsstellenversammlung, Harald Prinz in seiner Grußadresse und traf damit genau das Wesen der Rot-Kreuz Bewegung.

245 freiwillige Mitarbeiter arbeiten mit dieser Einstellung beim Roten Kreuz Enns in den unterschiedlichen Sparten. Ob es rekordträchtige 7.100 Ausfahrten im Rettungsdienst, die 12.600 Essensportionen bei Essen auf Rädern oder die vielen kleinen Hilfsdienste der Nachbarschaftshilfe sind: Beim Roten Kreuz Enns wird keine einzige Minute umsonst, unzählige aber freiwillig geleistet.
Ortsstelle Enns im Umbau
Damit alle diese Leistungen auch Platz finden, befindet sich die Ortsstelle Enns seit dem Vorjahr im Umbau. „Der Umbau des mehr als 20 Jahre alten Gebäudes war nötig, um die nötigen Ergänzungen für die gestiegenen Anforderungen des heutigen Lebens in und um Enns erfüllen zu können. Jetzt, wo die Arbeiten fast fertig sind kann sich das Ergebnis sehen lassen. Die Adaptionen sind ökonomisch und durchdacht und machen die Ortsstelle wieder fit für die Zukunft. Wir freuen uns schon auf die offizielle Eröffnung im September“, so Ortsstellenleiter Bürgermeister franz Stefan Karlinger.
Finanzielle Untrstützung
Thomas Märzinger, Mitglied der Landesgeschäftsleitung des Roten Kreuzes wies auf das heurige Jahr mit besonderem Hinblick auf das Netzwerk der Hilfe hin, das nur so stark wie seine einzelnen Knoten sein kann und auf ständig neue Herausforderungen, wie etwa die Digitalisierung. Das Rote Kreuz OÖ wolle diese auch federführend mitlösen. „Unser aller Arbeit muss das Ziel haben, dass es uns allen künftig etwas besser geht“, meinte Märzinger. „Trotz der vielen Freiwilligen, die uns ihre Zeit spenden, braucht es auch die finanzielle Unterstützung der über 15.000 Rot-Kreuz- Mitglieder in OÖ und ihren Mitgliedsbeitrag“, so Märzinger weiter und wies auf eine neue Mitgliederkampagne hin, die noch im Frühsommer in Enns starten wird.
Jugendgruppe in Enns
Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander spannte in ihrer Ansprache ihren Gedankenbogen noch weiter: Im Gedenkjahr „160 Jahre Schlacht von Solferino“, aus der die Rot Kreuz-Bewegung mit der Maxime: „Helfen, ohne zu fragen wem“, entstanden ist, sei besonders die in der Bevölkerung geschaffene medizinische Kompetenz sehr wichtig, wofür das Rote Kreuz ein wichtiger und kompetenter Partner des Landes sei. Besonders betonte sie dabei die Jugendarbeit – auch in Enns gibt es eine Rot-Kreuz Jugendgruppe mit 48 Kindern und Jugendlichen – aber auch das wachsende Angebot an sozialen Diensten, wie der neuen Servicenummer 1450, als Anlaufstelle für medizinische Fragen aller Art.
Rekorde im Bezirk Linz-Land
Der Dienstführende Martin Haslinger führte in seinem Leistungsbericht unter anderem aus, dass von knapp 100 freiwilligen Rettungssanitätern im Jahr 2018 durchschnittlich 345 Dienststunden absolviert worden sind, was die weitaus höchste Zahl im Bezirk Linz-Land darstellt. Auch beim Material hält man in Enns einen Bezirksrekord: der Rettungswagen 4.0612 ist mit 99.738 Kilometern im letzten Jahr der meistgefahrene im Bezirk. Wichtig neben allen Zahlen sei natürlich bei einer Organisation dieser Größe das Miteinander, weshalb wieder langjährige Mitarbeiter ausgezeichnet und befördert und die Versammlung auch genutzt wurde, um sich bei allen Helfern, Unterstützern, Behörden und Einsatzorganisationen für die reibungslose Zusammenarbeit zu bedanken.


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