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Zeitzeugin erzählt in Enns über Erfahrungen ihres Vaters im KZ Flossenbürg

Thomas Lettner, 04.11.2019 06:50

ENNS. Ingrid Portenschlager, eine Zeitzeugin der 2. Generation,  ist wieder in Schulen unterwegs. In der Neuen Mittelschule 1 wird sie am Donnerstag, 14. November, von 7.30 bis 9.30 Uhr davon erzählen, wie es ihr ging, als ihr Vater viereinhalb Jahre im Konzentrationslager Flossenbürg war.

Ingrid Portenschlager ist als Zeitzeugin der zweiten Generation auf Tour. Fotos: LW
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Franz-Michael Zagler, Pressesprecher des Vereins Lila Winkel, der sich für die Rehabilitierung von NS-Opfern einsetzt, dazu: „Ihr Vater - ein Bibelforscher (wie damals Zeugen Jehovas genannt wurden) - kam schwer traumatisiert nach Hause. Schon als Kind empfand Ingrid Portenschlager, dass ihren Vater etwas Bedrückendes umgab, jedoch sprach er viele Jahre nicht über seine Erlebnisse. Portenschlager sieht es als Verpflichtung ihrer Generation, diese Geschichte zu erzählen. Sie möchte über die Vergangenheit reden, um zu mahnen. Eine Zeit, in der Menschenrechte mit den Füßen getreten werden und rechtsradikales Denken Toleranz verdrängt, soll der heutigen Jugend erspart bleiben. Sie möchte die Geschichte ihres Vaters weitergeben, um unter anderem aufzuzeigen, wohin Intoleranz, Vorurteile und Verhetzung führen können.“

Weitere Informationen zum Zeitzeugengespräch erhält man unter der Telefonnummer 0676/6378496 oder auf www.lilawinkel.at.


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