Hofproduzenten versorgen in der Krise mit regionalen Lebensmitteln
REGION. Gerade in Zeiten des Coronavirus“ sind regionale Lebensmittelproduzenten und -händler sehr wichtig. Tips nutzte die Gelegenheit, um drei Produzenten aus der Region vor den Vorhang zu holen.

Auf dem Biohof von Anna und Franz Pevny in Niederneukirchen wird das Getreide aus Eigenanbau direkt verarbeitet. In der hofeigenen Backstube bäckt Anna Pevny verschiedenste Brotsorten, Gebäck und Mehlspeisen. Für das Hochprozentige in Form von verschiedensten Obstbränden und Likören ist Franz Pevny zuständig. Ebenfalls im Sortiment enthalten sind Nudeln aus Weizen, Dinkelvollkorn, Dinkel hell und Einkornvollkorn sowie Chili-, Bärlauch-oder Kürbiskernnudeln. Erhältlich sind auch diverse Saaten wie Sonnenblumen-, und Kürbiskerne, Flohsamen, Leinsamen, Kümmel und Fenchel.
Lieferservice eingerichtet
„Wir vermarkten direkt im eigenen Hofladen und am Linzer Stadtmarkt. Im Hofladen werden auch Produkte von anderen regionalen Lieferanten angeboten“, so das Ehepaar Pevny. Aufgrund der Corona-Krise gibt es einen Lieferservice für Personen, die nicht mehr selber einkaufen gehen können. Der Lieferservice ist kostenlos (Mindestbestellwert 20 Euro) und umfasst die Gemeinden Niederneukirchen, St. Marien und Weichstetten, Hofkirchen, St. Florian und Wolfern. Für den Hofladen wurde ein Vorbestell-Service eingerichtet, sodass die Kunden den Verkauf so schnell als möglich abwickeln können.
Auftragslage trotz Krise gut
Auch für Johanna Hoislbauer aus St. Florian ist das Backen eine Herzensangelegenheit. „2004 habe ich begonnen, aus einem Hobby einen Beruf zu machen, und backe seither mit viel Freude und Begeisterung verschiedenste Brotsorten mit Natursauerteig, Gebäck aus Weizen-, Dinkel- und Einkornmehl und Brioche in allen Varianten“, sagt sie. Verwendet werden dafür hauptsächlich Rohstoffe aus eigener Produktion. Drei Helfer unterstützen Johanna Hoislbauer dabei, umliegende Hofläden immer ausreichend mit ihren Produkten zu beliefern. Die Mitarbeiter sind derzeit wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit. „Wir können daher nicht das ganze Sortiment anbieten. Nach der Krise werden wir wieder durchstarten“, kündigt Johanna Hoislbauer an. Die Auftragslage sei aber trotzdem sehr gut, so die Hofbäckerin.
Schutzmaßnahmen sind wichtig
Sieglinde und Johann Land bieten jeden ersten Samstag im Monat in ihrem Hofladen Bauchspeck, Kareespeck, Schinkenspeck, Landschinken, handgemachte Wurstwaren und Frischfleisch von den hofeigenen Bio-Schweinen an. Gefüttert werden die Tiere mit Getreide aus eigenem Anbau. „Unseren Verkauf erledigen wir derzeit hauptsächlich auf telefonische Vorbestellung, weil das für uns und die Kunden kontaktlos abläuft“, sagt Sieglinde Land. Auf Wunsch werden die Produkte Kunden, die der Risikogruppe angehören, auch zugestellt. Um auf Nummer sicher zu gehen, werden in der Verarbeitung und im Verkauf Schutzmasken und Handschuhe verwendet.


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