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HARGELSBERG/ENNS. Robert Wanger war 25 Jahre lang als Hafenmeister im Ennshafen tätig. Am 1. August ging der Hargelsberger in Pension.

Vor seiner Tätigkeit als Hafenmeister war Robert Wanger Kapitän bei der DDSG. Foto: Wanger
  1 / 3   Vor seiner Tätigkeit als Hafenmeister war Robert Wanger Kapitän bei der DDSG. Foto: Wanger

Das Element Wasser und die Schifffahrt faszinierten Robert Wanger, der ursprünglich aus Amstetten stammt, schon seit seiner Kindheit. 1971 wurde er im Alter von 15 Jahren Schiffsjunge bei der DDSG, wo er unter anderem auf der „Alten Schönbrunn“ tätig war. Innerhalb von zwölf Jahren arbeitete er sich bis zum Kapitän hoch.

Auf der Donau unterwegs

Wanger begann in der Dampf- und Schulschifffahrt. Auf Passagier- und Frachtschiffen sowie in Schleppverbänden befuhr er die Donau von Kelheim (Niederbayern) bis zum Schwarzen Meer. Lange Zeit war er Zahlmeister auf der „Theodor Körner“, dem Flaggschiff der DDSG, das prominente Gäste wie den ehemaligen Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger als Gast an Bord begrüßen durfte. Als Kapitän befehligte Wanger das ehemals weltgrößte Binnenkreuzfahrtschiff „Die Mozart“.

Trauung von Weinzettl & Rudle

Ein besonderes Erlebnis war eine vierzigtägige Fahrt im Jahr 2005 mit Studenten der Kunstuni Linz auf einem umgebauten Frachtschiff von Linz bis zum Schwarzen Meer. Gerne erinnert sich Wanger auch an eine schwimmende Ausstellung der Künstlerin Francesca Habsburg-Lothringen und an die Hochzeit des Kabarettisten-Ehepaars Weinzettl & Rudle im Jahr 2011 zurück, die er an Bord der „Nestroy“ traute.

Verschiedene Aufgaben

1995 kündigte Wanger bei der DDSG und wurde Hafenmeister im Ennshafen. „Damals ist es mit dem operativen Geschäft so richtig losgegangen. Im Laufe der Jahre wurde der Hafen immer größer, und es wurde immer mehr dazu gebaut“, sagt Wanger. Als Hafenmeister war Wanger für den Frachteinlauf und –auslauf, die Sicherheit, die Reinhaltung der Gewässer und für die Erhaltung der Infrastruktur im Ennshafen zuständig und sah sich als Bindeglied zur Bevölkerung.

Kein Unfall oder Todesfall

Sein Knowhow aus der Schifffahrt ließ er in die Infrastruktur miteinfließen. Die Kaimauern wurden auf seinen Vorschlag hin effizienter und kostengünstiger für die Firmen gebaut. Während der 25 Jahre ereigneten sich kein einziger Unfall oder gar Todesfall im Hafen. Vier Mal geschah es, dass ein Auto über eine Kaimauer fuhr und in das Hafenbecken stürzte. In der Pension wird Wanger der Donauschifffahrt treu bleiben. „Ich mache das aber nur mehr aus Spaß“, sagt der 64-Jährige. Sein Nachfolger wird im Herbst bekanntgegeben.


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