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Plakatwettbewerb Lions Club Enns-St. Valentin: Schüler zeichnen „Frieden durch Hilfsbereitschaft“

Leserartikel Julia Karner, 10.11.2020 18:00

NIEDERNEUKIRCHEN/REGION ENNS. Die Schüler der Region Enns haben auch heuer wieder Stift und Pinsel zur Hand genommen, um bei dem großen Friedensplakatwettbewerb des Lions-Clubs Enns-St. Valentin teilzunehmen. Ein persönlicher Besuch war zwar nicht möglich, trotzdem präsentiert Tips in diesem Jahr die Musikmittelschule Niederneukirchen.

  1 / 3   Mit viel Sorgfalt haben die Schüler an ihren Zeichnungen für den Plakatwettbewerb gearbeitet. (Fotos: Bräuer)

„Das heurige Motto 'Frieden durch Hilfsbereitschaft' ist aus mehreren, leider traurigen Aspekten hochaktuell“, sagt Herbert Auer, Präsident des Lions-Clubs Enns-St. Valentin. „Einerseits fordert die Corona-Pandemie uns als Gesellschaft, andererseits lösen kriegerische Auseinandersetzungen und abscheuliche Terroranschläge, wie gerade eben in Wien, bei Jugendlichen natürlich oft Ängste und Sorgen aus. Mit der Lions Friedensplakat-Aktion bieten wir eine Möglichkeit, diese schlimmen Ereignisse zu verarbeiten und in positive Energie umzuwandeln.“

Rafaela Bräuer, Zeichenlehrerin an der Musikmittelschule Niederneukirchen, hat ihre Schüler zum zweiten Mal auf diese Aufgabe vorbereitet. „Hilfsbereitschaft ist gerade in Corona-Zeiten ein wichtiger Aspekt bei der Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen und beschäftigt die Kinder sehr. Vor dem Zeichnen haben einige Klassenvorstände in den Sozialstunden das Thema Hilfsbereitschaft aufgegriffen. Auch die Religionslehrerin hat mit dem Projekt 'Weihnachten in der Schuhschachtel' Hilfsbereitschaft zum Thema gemacht. Natürlich haben auch die BE-Lehrer mit den Schülern Ideen gesammelt“, erzählt Bräuer. Erstmals haben an der Musikmittelschule alle teilnahmeberechtigten Klassen gezeichnet.

Direktor Roland Mokry, erst seit heuer Leiter der Schule, ist begeistert von der Kreativität seiner Schützlinge: „Mich hat schlichtweg interessiert, auf welche Weise die Schüler dieses Thema darstellen würden. Die Kreativität der Kinder ist großartig und es ist faszinierend, wie vielfältig das Thema Frieden betrachtet und wahrgenommen wird. Da fällt es auf, wie sensibel und feinfühlig junge Menschen Frieden erleben beziehungsweise welche Vorstellungen sie damit verbinden.“

Kinder machen sich Gedanken

Tips wollte auch von den Kindern wissen, was sie über dieses Thema denken und wie sie versucht haben, das diesjährige Motto auf Papier zu bringen.

Anna Reder, 12 Jahre, Niederneukirchen: Auf meinem Plakat geht es um ein Mädchen, das gemobbt wird. Ein anderes Mädchen hilft ihr. Ich finde, beim Thema Frieden sollte es darum gehen, dass jeder mit jedem klarkommt. Ich versuche, allen zu helfen, die Hilfe brauchen.

Maximilian Edlmayr, 13 Jahre, Niederneukirchen: Frieden finde ich ein sehr wichtiges Thema. Es gehört zu den geschätztesten Werten Europas. Mit verschiedenen Symbolen versuche ich auf meinem Plakat Frieden durch Hilfsbereitschaft darzustellen. Ich spreche mit meinen Eltern über das Thema Frieden, wenn etwas passiert ist, was den Frieden in Europa zerstört. Zum Beispiel der Anschlag in Wien.

Selina Luft, 12 Jahre, St. Marien: Auf meinem Blatt ist dargestellt, wie einem blinden Mann etwas hinunterfällt. Alle Mädchen und Jungs lachen ihn aus, nur ein Mädchen kniet sich hin und hilft ihm. Frieden bedeutet für mich, füreinander da zu sein und niemanden zu diskriminieren. In meiner Familie ist Frieden, vor allem Hilfsbereitschaft sehr wichtig.

Amelie Herber, 13 Jahre, Niederneukirchen: Ich habe auf meinem Bild ein Mädchen dargestellt, das einem Jungen hilft, der am Berg fast abstürzt. Frieden ist für mich, wenn man gut miteinander auskommt und zusammenhält. Einfach kein Streit oder Krieg.

Die Jurysitzung

Nun liegt es wieder an der Experten-Jury, am Freitag, 13. November, die Zeichnungen aller Schulen zu bewerten. Insgesamt waren rund 780 Schüler an sechs Schulen in Enns, St. Valentin, Niederneukirchen und Haidershofen fleißig am Werke. Die Siegerbilder sollen dann wieder im Jänner feierlich am Ennser Stadtamt präsentiert werden, natürlich nur, wenn es die Corona-Bestimmungen zulassen.


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