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ENNS. Enns ist nicht nur die erste Cittáslow Österreichs, sondern wurde vor zehn Jahren auch zur ersten Fairtrade-Stadt Österreichs ernannt. Um dem Fairtrade-Gedanken Leben einzuhauchen, wurden zahlreiche Initiativen umgesetzt.

  1 / 3   Lucia Lössl, Inhaberin von Lucias Naturladen in Lorch, ist seit Beginn an ein Mitglied des Arbeitskreises Fairtrade. Foto: Thomas Lettner

Die Aktionen werden vom Arbeitskreis Fairtrade unter der Leitung von Stadträtin Marieluise Metlagel koordiniert. In regelmäßigen Treffen wird vereinbart, welche Veranstaltungen umgesetzt werden. Zwei Mal fand im Hof des Franziskanerklosters das Fairtrade Kino statt. In Kooperation mit den Fairtradegemeinden Ennsdorf und St. Valentin wurden die Filme „Die Migrantigen“ und „Unterwegs mit Jacqueline“ gezeigt.

Aktionen an Schulen und Kindergärten

Das Eferdinger Modelabel Fairytale präsentierte bei einer Modenschau Kleidungsstücke aus Nepal. Am Ennser Hauptplatz fanden eine Rosenchallenge und eine Kaffeechallenge statt, bei der man Fairtrade-Kaffee verkosten konnte. Auch an Schulen und Kindergärten werden bewusstseinsbildende Aktivitäten abgehalten. Unterstützung erhält der Arbeitskreis von der Stadtgemeinde, der Bibliothek Enns und ortsansässigen Geschäften.

Aushängeschild Lucias Naturladen

Während der Corona-Zeit wurden alle Veranstaltungen des Arbeitskreises Fairtrade abgesagt. Weder die traditionellen Veranstaltungen wie Filmnacht und Modenschau noch die Jubiläumsfeier konnten stattfinden. Das Aushängeschild des Fairtrade-Gedankens in Enns ist heuer Lucias Naturladen in Lorch. „Regionaler und biologischer Einkauf sind mir total wichtig“, sagt Inhaberin Lucia Lössl, die seit Beginn an ein Mitglied des Arbeitskreises Fairtrade ist. Aufträge erhält sie in der Vorweihnachtszeit genug.

Transparente Wertschöpfungskette

Geschenkskörbe gefüllt mit fair gehandelten Lebensmitteln und Waren – ob aus Österreich oder dem Ausland – werden stark nachgefragt. Ihr Bruder Hartwig, der in Griechenland lebt, organisiert Olivenöl, Weihrauch und griechischen Berg-Tee, der bei den Kunden ebenfalls gut ankommt. „Fairtrade heißt für mich, dass es ein Miteinander unter den Produzenten, Lieferanten und Händlern gibt. Es ist wichtig, die Wertschöpfungskette der Produkte nachvollziehen zu können“, sagt Lössl. Positives Detail am Rande: Die Stadt Enns hat alle Kriterien erfolgreich erfüllt und darf sich für die nächsten drei Jahre erneut Fairtrade-Stadt nennen.

Neue Arbeitskreis-Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen. Bei Interesse kann man Monika Schlögl unter m.schloegl@enns.ooe.gv.at oder unter 07223/82181-115 kontaktieren.


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