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Anrainer bezeichnet Strauchschnitt entlang der L568 Ennser Straße als Umweltsünde

Thomas Lettner, 10.02.2021 10:00

ENNS. Die Straßenmeisterei Ansfelden hat entlang der L568 Ennser Straße viele Bäume und Sträucher gefällt oder weggeschnitten. Anrainer beklagen sich darüber, waren die Pflanzen für sie doch ein wichtiger Lärm- und Sichtschutz.

Fotos: Thomas Lettner
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„Wir hatten jahrzehntelang eine circa 400 Meter lange, wunderbar verwachsene Böschung zur ehemaligen B1. Ohne jegliche Ankündigung oder Info wurden die Bäume und Sträucher bodentief entfernt. Statt des Grüns von Frühling bis Herbst dürfen wir nun die kahle Böschung anschauen – allerdings sehen, hören und riechen wir jetzt die Fahrzeuge auf der ehemaligen B1 weitaus besser“, beschwert sich ein Anrainer, der den Strauchschnitt als Umweltsünde bezeichnet.

Gefahr in Verzug

Da die L568 Ennser Straße eine Landesstraße ist, wurden der Strauchschnitt und die Baumrodungen von der oö. Landesstraßenverwaltung in Auftrag gegeben und von der Straßenmeisterei Ansfelden durchgeführt. „Beim Bewuchs der Straßenböschung wurde eine verstärkte Totholzbildung festgestellt. Selbst bei armdicken Ästen war ein fachgerechter Rückschnitt nicht mehr möglich. Es bestand somit bei den Bäumen Gefahr in Verzug“, erklärt Ludwig Kuntner von der Straßenmeisterei Ansfelden.

Müllansammlung im Bewuchs

Eine Gehölzhecke, so Kuntner, sollte alle fünf bis sieben Jahre auf den Stock gesetzt werden. So bleibe die Vielfalt einer Hecke erhalten. Ansonsten würden die Sträucher von innen vereisen, kahl werden und ihre Funktionen verlieren. Durch den Strauchschnitt werde auch der Wuchs der Sträucher angeregt und der Bewuchs, in dem sich Müll angesammelt hatte, sauber gehalten.


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