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Leserartikel Julia Karner, 03.04.2021 08:48

ST. FLORIAN. Unter dem Titel „makingAchange“ sind die Schüler des 2B-Jahrganges der HLBLA St. Florian derzeit an einem Projekt des Climate Change Centre Austria beteiligt, in dem sie mit Wissenschaftlern der Universitäten Wien (Botanischer Garten) und Innsbruck (Institut für Geografie) zusammenarbeiten. 

(Fotos: HLBLA St. Florian)
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Die Schüler der höheren Lehranstalt für landwirtschaftliche Berufe haben dabei die Möglichkeit, aktiv an einem laufenden weltweiten Forschungsprojekt teilzunehmen, in dem es darum geht herauszufinden, ob und wie krautige Pflanzen auf den Klimawandel reagieren. Die Lernenden führen dazu unter fachkundiger Anleitung durch das Forschungsteam und ihre Biologie-Lehrerin sogenannte „phänologische Beobachtungen“ an ausgewählten Pflanzenarten durch. Dabei werden Zeitpunkt des Austriebes, Blatt- und Blütenentwicklung, Entwicklung der Früchte und Samen, Absterben von Pflanzenteilen, etc. an ausgesuchten Standorten über mehrere Wochen dokumentiert. Die Schüler fotografieren und dokumentieren die Veränderungen an den Pflanzen im Zeitraum zwischen April und Juni. Die von ihnen gewonnenen Daten fließen in eine weltweite Datenbank ein und werden zu Projektende mit den Forschern der Universitäten gemeinsam analysiert und interpretiert.

Online-Meeting

In der letzten Märzwoche fand der Startworkshop zu dem Projekt in Form eines Online-Meetings der Klasse mit dem projektbetreuenden Wissenschaftsteam statt. Es ging dabei um eine erste Auseinandersetzung mit den Merkmalen der Pflanzen in verschiedenen Wachstumsstadien, die bei einem „Pflanzen-Speed-Dating“ angesprochen wurden. Der Arbeitsauftrag für die Florianer betreffend die sogenannten „Ziel-Arten“ - zwölf Pflanzenarten, die im Fokus stehen - wurde konkretisiert. In der Vorbereitung auf den Workshop haben die Schüler der 2B bereits Interviews mit älteren Personen geführt, um herauszufinden, welche Beobachtungen zu Veränderungen in der Natur in den letzten Jahrzehnten gemacht wurden. Dabei war der Tenor eindeutig: Frühere Saat- und Erntezeitpunkte, schneeärmere Winter, längere Trockenperioden, auf welche Starkniederschläge folgten oder auch vermehrt massiver Schädlingsbefall – z.B. durch den Borkenkäfer. Alle diese Beobachtungen der Eltern und Großeltern der Schüler decken sich mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den Folgewirkungen des Klimawandels. Sie haben unmittelbaren Einfluss auf die Landwirtschaft.


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