Erste Schülergenossenschaft in Oberösterreich
ST. FLORIAN. An der Höheren Landwirtschaftlichen Schule in St. Florian wurde die erste Schülergenossenschaft im Land ob der Enns gegründet.

Direktor Hubert Fachberger konnte zu diesem Anlass zahlreiche Ehrengäste im Festsaal der Schule begrüßen. Generalsekretär-Stellvertreter Justus Reichl und Andreas Thürnbeck vom Österreichischen Raiffeisenverband, Direktor Norman Eichinger und Franz Gessl vom Raiffeisenverband OÖ, Direktor Karl Dietachmair und Bankstellendirektor Hannes Hofer von der Raiffeisenbank Region Sierning-Enns, Obmann Karl Eschlböck und Kurt Reiser von der Lagerhausgenossenschaft Eferding-OÖ Mitte, sowie Prokurist Georg Lehner von der Berglandmilch wohnten als Repräsentanten der wesentlichen Partnerorganisationen der Veranstaltung ebenso bei, wie auch der Obmann des Elternvereins Gerhard Schobersberger und der Obmann des Absolventenverbandes Michael Holzleitner.
Erste Genossenschaft dieser Art
Als erste Genossenschaften dieser Art in Oberösterreich haben in dieser die Schüler das Sagen. Das Ziel der rund 40 Teilnehmenden ist unter anderem die Errichtung eines Hühnerstalls und der Verkauf der selbst produzierten Eier, die Bereitstellung einer Schuljause sowie in weiterer Folge die Etablierung einer Tierhaltung an der Schule. Die Genossenschaft finanziert sich einerseits über die Einzahlungen der Mitglieder, welche Anteile kaufen, und andererseits aus Sponsormitteln und vor allem mithilfe der Gewinne der entwickelten wirtschaftlichen Aktivitäten. Der Hühnerstall wurde von den Florianern bereits fertiggestellt. Der Bezug mit Hühnern ist im September geplant, wenn auch das neue Schuljahr und somit die Schuljause startet. Alle notwendigen Vorarbeiten sowie die weiteren Umsetzungsschritte erfolgen unter der Federführung von Fachlehrer Peter Föttinger in der Unverbindlichen Übung „Schülerinnen- und Schülergenossenschaften“. Vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden Bedeutung unternehmerischer Kompetenz gründen beziehungsweise betreiben Schüler in diesem neuen Gegenstand zu Lernzwecken Genossenschaften, welche eine reale Geschäftstätigkeit innerhalb eines definierten Rahmens ausüben. Die Schüler lernen dadurch nicht nur die Genossenschaft als partizipative, regional verwurzelte Rechtsform kennen, sondern erwerben auch ein hohes Maß an Entrepreneurship-Kompetenz wie Eigeninitiative, Kreativität, Innovationsfreude und Marktverständnis. Zudem erwerben die Lernenden, aufgrund der den Genossenschaften innewohnenden gemeinschaftlichen und solidarischen Charakteristik, ein hohes Maß an sozialer Kompetenz.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden