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NIEDERNEUKIRCHEN/LINZ. Die Leiterin des OÖ Arbeitskreises für Klein- und Flurdenkmalforschung und Vorstandsmitglied des OÖ Forum Volkskultur Konsulentin Brigitte Heilingbrunner wurde von Landeshauptmann Thomas Stelzer im Linzer Landhaus mit dem Silbernen Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich ausgezeichnet.

Brigitte Heilingbrunner gibt die Objekte über die Datenbank frei. (Foto: Thomas Lettner)
  1 / 2   Brigitte Heilingbrunner gibt die Objekte über die Datenbank frei. (Foto: Thomas Lettner)

Zu ihrer großen Leidenschaft – der Kleindenkmalforschung – kam Brigitte Heilingbrunner durch einen Zufall. „Eines Tages kam meine Tochter von der Volksschule nach Hause und sagte mir, sie müsse für den Unterricht etwas über die Kleindenkmäler in Niederneukirchen wissen. Also gingen wir auf die Gemeinde, um nähere Informationen zu erhalten. Dort wurde uns gesagt, dass es darüber gar keine Informationen gibt und wir uns selber darum kümmern müssen“, erzählt Heilingbrunner. Sie kontaktierte darauf Petronella Kainzbauer aus Enns, ihre Vorgängerin als Leiterin des Arbeitskreises für Klein- und Flurdenkmalforschung in OÖ. Kainzbauer riet ihr, eine Publikation über die Kleindenkmäler in Niederneukirchen zu schreiben. Diese erschien 1986, und es sollten noch weitere folgen.

Datenbank ging online

2009 wurde Heilingbrunner nach Kärnten eingeladen, das als erstes Bundesland in Österreich eine Kleindenkmaldatenbank erstellt hatte. Heilingbrunner fasste den Entschluss, diese Idee auch in Oberösterreich umzusetzen, und präsentierte sie dem Landeskulturbeirat. Nach neunjähriger intensiver Vorarbeit ging unterstützt von ihrem Sohn Clemens – einem Informatiker – und weiteren Forscherkollegen im November 2020 die OÖ Kleindenkmaldatenbank auf der Webseite des OÖ Forum Geschichte online.

Ziel: alle Kleindenkmäler in Oberösterreich erfassen

Im Augenblick arbeiten 14 Mitarbeiter kontinuierlich an der Datenbank. 13 Gemeinden sind bereits zur Gänze eingegeben, einige teilweise. Erfasst werden religiöse, profane (weltliche) und kulturhistorische Naturdenkmäler. Insgesamt wurden bereits 1.700 Kleindenkmäler in der Datenbank freigegeben. Das Ziel ist es, alle rund 30.000 Objekte in Oberösterreich zu archivieren. Die Gemeinden bekommen einen Link zugeschickt, der sie zu ihren eigenen Objekten führt.

Hoher Zeitaufwand

Heilingbrunners Engagement für die Kleindenkmäler reicht von Beratung bei Restaurierungsarbeiten, Mithilfe bei der Erstellung von Publikationen, Organisation von österreichischen und internationalen Kleindenkmaltagungen bis zur Leitung von Seminaren für Kleindenkmalforschung. Der Zeitaufwand für die ehrenamtliche Tätigkeit ist sehr groß. „Ich bin viel unterwegs, fahre zu Segnungen von Kleindenkmälern und Buchpräsentationen, bereite die alle zwei Jahre stattfindenden internationalen Tagungen vor und schreibe das Mitteilungsblatt, das zwei Mal pro Jahr erscheint“, sagt die Pensionistin. Für Interessierte hält sie gemeinsam mit ihrem Sohn auch Schulungen für die Dateneingabe von weiteren örtlichen Kleindenkmälern zur Vervollständigung der Datenbank ab.


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