Hargelsbergerin gewinnt Wilhelm Macke Award an der JKU Linz
HARGELSBERG/LINZ. Jedes Jahr werden an der Johannes Kepler Universität Linz hervorragende Physik-Masterarbeiten ausgezeichnet. Der Wilhelm Macke Award ging in diesem Jahr an Barbara Lehner aus Hargelsberg.

Der Preis ist nach Wilhelm Macke benannt, einem ehemaligen Professor für Theoretische Physik an der TU Dresden und an der Johannes Kepler Universität. Barbara Lehner, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin auf der JKU angestellt ist, erforschte im Rahmen ihrer Masterarbeit Quantenpunkte in einem starken Magnetfeld. Diese könnten als Lichtquellen zur Übertragung und Speicherung von Informationen in zukünftigen Quantennetzwerken dienen.
Chamäleon Quanti wechselt im Magnetfeld die Farbe
Lehner hielt vor Schülern, die zugleich die Jury bildeten, einen humorvollen Vortrag mit dem Titel „Quantendisco im Supermagnet - Wie ein Quantennetzwerk entsteht“. Star des Vortrags ist ein Chamäleon namens „Quanti“, das Photonen in verschiedenen Wellenlängen und somit in verschiedenen Farben ausstrahlt. Quanti ist in Wahrheit ein Quantenpunkt, der im Zuge der Molekularstrahlenepitaxie im Reinraum in der JKU entsteht. Quanti wird dem starken Magnetfeld eines aus mit Stickstoff gekühlten supraleitenden Magneten ausgesetzt, bekommt so mehr Energie und wechselt daher die Farbe von Rot auf Blau. „Die Photonen, die ein Quantenpunkt erzeugen kann, kann man zukünftig dazu verwenden, einen Qubit darzustellen. Das ist die kleinste Einheit, mit der Quantencomputer rechnen. Man kann damit auch Informationen in Quantennetzwerken übertragen oder Informationen verschlüsseln“, sagt Lehner.
Den ganzen Vortrag gibt es hier (ab Minute 51:45).


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