Bis zu 1.000 Impfungen an einem Tag möglich
BEZIRK. In der Impfstraße in St. Florian am Inn herrscht reger Betrieb. An manchen Tagen werden bis zu 1.000 Personen gegen das Coronavirus geimpft. Die Zusammenarbeit zwischen dem Roten Kreuz und der Bezirkshauptmannschaft Schärding funktioniert hervorragend.

„Die Pandemie hat bereits großes Leid über viele Menschen gebracht, 90 Personen im Bezirk sind daran verstorben, viele leiden an Langzeitfolgen. Besonders kritisch wird nun die Situation, wenn lebensnotwendige medizinische Behandlungen in Krankenhäusern nicht mehr durchgeführt werden können, weil keine Plätze mehr zur Verfügung sehen. Wir alle tragen die große Verantwortung, das zu verhindern, soweit es noch möglich ist“, so Schärdings Bezirkshauptmann Rudolf Greiner.
Psychische und physische Belastung
Allerhöchster Respekt gilt laut dem Bezirkshauptmann denen, die seit beinahe zwei Jahren unter großer physischer und psychischer Belastung tagtäglich in den Spitälern um Menschenleben kämpfen oder in unseren Pflegeheimen an der Belastungsgrenze arbeiten. „Ich möchte auch jene beruflich und ehrenamtlich tätigen Menschen, insbesondere auch vom Roten Kreuz, hervorheben, die tagtäglich die Test- und Impfangebote im Bezirk organisieren und trotz der schweren Begleitumstände nicht aufgeben“, so Greiner, der weiters berichtet, dass die intensive Zusammenarbeit mit den Gemeinden, den Schulen und den Blaulichtorganisationen bestens funktioniert. Der Dank des Bezirkshauptmanns gilt aber auch den über 100 Mitarbeitern der Bezirkshauptmannschaft Schärding, die als Gesundheitsbehörde von der nicht betroffenen Öffentlichkeit unbemerkt das Kontaktmanagement sieben Tage die Woche bewältigen und sich dafür nicht nur Freundliches am Telefon anhören müssen. Nicht immer freundlich sind auch jene, die die Impfstraße in St. Florian aufsuchen.
Nicht immer freundlich, Amtsarzt im Dauereinsatz
„Ab und zu sind welche dabei, die extrem unfreundlich sind und uns quasi dafür verantwortlich machen, dass sie sich impfen lassen müssen. Dabei machen wir nur unsere Arbeit“, so ein Mitarbeiter der Impfstraße .Stammgast in der Impfstraße ist Schärdings Amtsarzt Robert Schweighofer, der schon rund 10.000 Personen seit dem Beginn der Pandemie geimpft hat. Für den Mediziner ist die Impfung der einzige Weg, die Pandemie so schnell wie möglich zu beenden. Auch die Impfstoffe sind laut Schweighofer sicher. „Leider verbreiten Coronaleugner, vor allem in den sozialen Medien, immer wieder Unwahrheiten über die Wirkung der Impfung. Deswegen nehmen wir uns Zeit und führen mit allen ein Gespräch und klären sie auf“, meint Schweighofer.
Impfen auch ohne Termin möglich
Am Samstag, 18. Dezember, sind von 8 bis 12 Uhr auch Impfungen ohne Anmeldung möglich. „Ansonsten bitten wir die Leute sich unter www.ooe-impft.at vorher anzumelden. Für uns ist dies von der Planbarkeit her einfacher und es kommt dadurch kaum zu Wartezeiten“, berichtet Josef Hamedinger vom Roten Kreuz.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden