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ENNSDORF. Beim Festakt am Sonntag, 26. Juni, wird die neue Ortschronik vorgestellt. 

  1 / 2   Das Redaktionsteam mit (v.l.) Thomas Wahl, Walter Forstenlechner, Bürgermeister Daniel Lachmayr und Katharina Hofer. (Foto: Monika Forstenlechner)

Das Buch ist eine geschichtliche Reise durch Ennsdorf mit mehreren Schwerpunkten. Es wurden vor allem die „Besonderheiten“ - alles was Ennsdorf von ähnlichen Gemeinden unterscheidet - beleuchtet. Die Chronik beginnt mit einem Zeitdokument, dem Manuskript der Rede des Langzeitbürgermeisters Johann Zauner zur 100 Jahrfeier und Wappenverleihung im Jahr 1982. In dieser Rede wird über die besondere Lage an der Landesgrenze und die wirtschaftliche und soziale Orientierung der Ennsdorfer nach Oberösterreich und Enns berichtet. Diese Verbindung ist seit jeher eng, da Ennsdorf bis in die 1980er Jahre eine arme, strukturschwache Gemeinde war und auf viele Einrichtungen der Stadt Enns angewiesen war. Johann Zauner (verstorben 1999) erzählte den Gästen von Ennsdorf gerne den geistreichen Witz, dass sich „unsere Kirche und der Friedhof in Enns befinden und wir wohl im Leben Niederösterreicher seien, aber als Verstorbene Oberösterreicher“. 2012 wurde die Stadtgemeinde zur offiziellen Partnergemeinde Ennsdorfs.

Erhältlich am Festakt und am Gemeindeamt

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Entwicklung des Ennshafens und des Wirtschaftparks gewidmet. Bereits in den 1960er Jahren wurde dieser Standort im Hinblick auf den Rhein-Main-Donaukanal empfohlen und mit den ersten Planungen begonnen. Noch ein Thema unterscheidet Ennsdorf von vergleichbaren Gemeinden - die Besatzungszeit von 1945 bis 1955. In dieser Zeit trennte der Ennsfluss die besetzten Zonen der Großmächte USA und Russland. Die damals wichtigsten Verkehrsverbindungen, die B1 und die Westbahn, führten durch Ennsdorf, und es wurde auf beiden Seiten der Brücken Grenzposten installiert. Durch Übergriffe und Verschleppungen bei Grenzkontrollen durch die Russen erlangte die Ennsbrücke damals traurige Berühmtheit. Zusätzlich erhalten die Leser Informationen über die Gemeinde aus den Gemeinderatsprotokollen seit 1882, über den Aufbau der Infrastruktur und darüber, dass die Gemeinde auch „Cooles“ zu bieten hat wie zum Beispiel den Motorikpark oder das Veranstaltungszentrum gewäxhaus mit seinem regen Kulturbetrieb. Das Ennsdorf-Buch ist beim Festakt und später am Gemeindeamt erhältlich. Die Erarbeitung und Recherchen durch das Redaktionsteam rund um Walter Forstenlechner, Katharina Hofer und Thomas Wahl erfolgten ehrenamtlich. Für die Druckkosten wird ein Beitrag von 20 Euro eingehoben.


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