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ENNS. Mit laut zischenden Turbinen nähert sich der Eurofighter. Im letzten Moment zieht der Jet hoch und dreht zwei Loopings. Szenen wie bei der Flugshow Airpower nur im Maßstab 1:10 spielen sich am Flugplatz des Modellflugvereins Ikarus in der Kronau ab.

Eurofighter im Miniformat am Ennser Modellflugplatz (Foto: Wolfgang Simlinger)
Eurofighter im Miniformat am Ennser Modellflugplatz (Foto: Wolfgang Simlinger)

Der Ennser Modellflugplatz ist ein beliebter Treffpunkt für Modellflugfreunde aus der Umgebung. Fast jedes Wochenende herrscht hier reger Betrieb. Waren früher hauptsächlich propellergetriebene Modellflugzeuge am Start, so sieht man in letzter Zeit immer mehr Mini-Düsenjets am Himmel. Doch nicht alle Ennser haben Freude mit dem Modellflugplatz. Manchen sind die Jets zu laut, einige haben auch Angst, dass ein Flugzeug die vorgegebene Flugroute verlässt und Passanten auf den Kopf fällt.

Regeln für Vereinsmitglieder

Tips hat sich beim Modellflugverein Ikarus umgesehen und mit Vereinsobmann Thomas Rechberger gesprochen. Dem Obmann ist es bekannt, dass es in der Vergangenheit Kritik an den lauten Modelljets gab. Anfang des Jahres wurde daher ein Aufnahmestopp bewirkt. Aktuell dürfen nur mehr Ennser dem Verein beitreten, der momentan 116 Mitglieder zählt. Gäste dürfen den Flugplatz kostenfrei benutzen, jedoch dürfen sie keine Modelle mit Verbrennungsmotoren oder Turbinen betreiben. Ein Flug ohne Schalldämpfer ist nicht gestattet.

Registriert und versichert

Voraussetzung für das Betreiben von Flugmodellen ist der Besitz einer gültigen Aeroclub-Mitgliedschaft. Die Fluggeräte müssen registriert und versichert sein und dürfen die von der Austro-Control vorgegebene Flugzone nicht verlassen und nicht höher als 120 Meter fliegen.

Für den Betrieb der Flugzeuge ist der sogenannte Drohnenführerschein nötig. Jeder Flug eines turbinenbetriebenen Modells ist zudem in das Flugbuch im Vereinshaus einzutragen.

Nur durch Einhaltung der Regeln kann ein reibungsloser und sicherer Flugbetrieb gewährleistet werden.


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