Neuer Lebensraum für Amphibien
ENNS. Aktuell wird an der dritten Ausbaustufe des Hamberger Altarms gearbeitet. Am Rande des Gewässers werden neue Lebensräume für bedrohte Amphibien geschaffen.

Ein ehemals wasserführender Graben zwischen Altarm und Ennshafen wird ausgebaggert und wird in Zukunft als Laichgewässer für gefährdete Amphibien dienen. Der europäische Laubfrosch, der Kammmolch und die Knoblauchkröte sind in den Donauauen um Enns heimisch, wurden aber in den letzten Jahren immer seltener.
Laichgewässer ohne Fische
„Für diese Amphibien sind fischfreie Gewässer unheimlich wichtig, nur dort können sie ihren Laich ablegen“, so Ökologe Werner Weißmair, der die Arbeiten überwacht. In den letzten Jahren wurden im Augebiet zahlreiche Gewässer revitalisiert und somit neue Lebensräume für die bedrohten Arten geschaffen.
„Es ist ungewöhnlich, dass sich der Fischereiverein für fischfreie Gewässer einsetzt, aber uns ist die ökologische Vielfalt wichtig“, erklärt Klaus Dirnberger vom Ennser Fischereiverein.
Naturjuwel in Enns
Der Altarm in Enghagen war im Jahr 1998 vollkommen verlandet, führte kein Wasser mehr und hatte auch keine Verbindung zur Donau. Um eine dauerhafte Verbindung zur Donau zu schaffen, wurde damals der Altarm ausgebaggert, am oberen Ende an die Donau angebunden und eine Brücke errichtet. Im Jahr 2003 erfolgte eine großflächige Erweiterung in Richtung Osten.
In der dritten Ausbaustufe wird der Altarm aktuell um weitere 3,5 Hektar erweitert. Die Bauarbeiten finden in der vegetationsfreien Zeit zwischen Oktober und Februar statt und werden bis 2025 abgeschlossen sein.


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