Red Wednesday: Das Stift St. Florian erstrahlt in Rot
ST. FLORIAN. Das Stift St. Florian setzt von Mittwoch, 16. November bis Sonntag, 20. November ein Zeichen gegen die weltweite Christenverfolgung. Deshalb erstrahlen das Kloster sowie die Stiftsbasilika in Rot. Dies geschieht im Zuge der Initiative „Red Wednesday“ von „Kirche in Not“.

Die Farbe steht für das Blut der getöteten Christen, denn Christ sein war noch nie so gefährlich wie heute. Mehr als 260 Millionen Christen weltweit sind aktuell von Verfolgung, Diskriminierung und Gewalt aufgrund ihres Glaubens betroffen. „Religionsfreiheit ist ein ebenso grundlegendes Menschenrecht wie die Meinungsfreiheit und die Gewissensfreiheit, sie muss in allen Ländern der Welt geschützt sein. Deshalb ist es uns im Stift ein Anliegen, mit dieser starken Symbolik auf dieses Thema aufmerksam zu machen“, sagt Propst Johann Holzinger.
Weltweit werden seit dem Jahr 2015 Kirchen, Monumente und öffentliche Bauten rot beleuchtet, darunter das Kolosseum in Rom, die Christusstatue in Rio de Janeiro und in Wien das Parlament, der Stephansdom, viele Stifte und Pfarrkirchen. „Da darf St. Florian, Grabmal des Landespatrons und des ersten Märtyrers unseres Landes, nicht fehlen. Der heilige Florian, der vor 1716 Jahren in der Enns den Tod durch Ertränken erlitt, ist nach wie vor hochaktuell für das Thema Christenverfolgung: Er tat nicht mit, als sich der Kaiser selbst gottähnliche Verehrung zuschrieb, er eilte solidarisch seinen Mitchristen, die gefoltert wurden, zu Hilfe. Er zeigte Zivilcourage, als es darum ging, dagegen aufzutreten“, sagt Propst Johann Holzinger. Diesen Bekennermut bezahlte der heilige Florian bekanntlich mit seinem Leben.


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