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ENNS. Bei einem Lokalaugenschein an den neu geschaffenen Amphibiengewässern in den Donauauen waren im Februar bereits die ersten Laichballen der Springfrösche zu sehen.

Die Springfrösche beginnen heuer ungewöhnlich früh mit der Laichablage (Foto: Wolfgang Simlinger)
  1 / 3   Die Springfrösche beginnen heuer ungewöhnlich früh mit der Laichablage (Foto: Wolfgang Simlinger)

Springfrösche und Grasfrösche wandern in der Regel im März zu ihren Laichgewässern. Eine Amphibienwanderung im Februar ist selten und auf die warmen Temperaturen der letzten Tage zurückzuführen. „Ein Großteil der Amphibienzäune ist noch gar nicht aufgestellt“, erklärt Julia Kropfberger vom Naturschutzbund. Speziell in der Nacht sollen Autofahrer daher achtgeben, dass sie die gefährdeten Amphibien nicht überfahren. Generell macht sich durch die geänderten klimatischen Bedingungen eine Änderung im Verhalten vieler Tiere bemerkbar.

Geändertes Verhalten

Amphibien, die normalerweise in eine Winterstarre verfallen, waren heuer auch in den Wintermonaten aktiv. Blindschleichen, Springfrösche, Seefrösche und einige Insektenarten konnte man heuer bereits an warmen Tagen im Jänner beobachten. Springfrösche und Grasfrösche wandern meistens Anfang März zu ihren Laichgewässern, die Erdkröten ein bis zwei Wochen später. Die Wanderung erfolgt meistens in der Nacht. Heuer wurden bereits im Februar die ersten Springfrösche an den Laichgewässern beobachtet.

Amphibienzäune notwendig

An einigen Straßenabschnitten gibt es sogenannten Tunnelleitanlangen, an denen die Amphibien in Tunneln unter der Straße durchgeleitet werden. An anderen Abschnitten werden nur für die Dauer der Wanderung Amphibienzäune aufgestellt, wo sich die Tiere in Eimern sammeln. Diese werden von ehrenamtlichen Helfern regelmäßig kontrolliert und die Amphibien über die Straße transportiert .

Naturschutzbund sucht freiwillige Helfer

Diese Verhaltensänderung stellt auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter vom Naturschutzbund vor größere Herausforderungen. „Für die Betreuung der Amphibienschutzzäune brauchen wir ehrenamtliche Mitarbeiter, die täglich die Amphibien aus den Kübeln bergen und sie über die Straße tragen. Früher dauerte die Laichzeit zwei bis drei Wochen, mittlerweile erstreckt sich die Laichperiode von Februar bis weit in den April hinein“, erklärt Kropfberger. Ehrenamtliche Mitarbeiter, die beim Aufstellen und bei der Betreuung der Amphibienzäune helfen, können sich bei den jeweiligen Landesgruppen vom Naturschutzbund melden.


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