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ST. VALENTIN. Die St. Valentiner Autorin Herta Krondorfer taucht in ihrem neuen Roman „Die Frau des Messerers“ in die Geschichte der Region und nimmt ihre Leser mit auf eine spannende Reise ins Spätmittelalter und ins Leben der Handwerker zur damaligen Zeit.

Die Autorin Herta Krondorfer mit ihrer historischen Neuerscheinung. (Foto: zVg)
Die Autorin Herta Krondorfer mit ihrer historischen Neuerscheinung. (Foto: zVg)

Der Roman ist ein Genremix aus Historien- und Entwicklungsroman. Personen und Handlung sind zwar fiktiv, sind aber eingebettet in authentische, historisch belegte Rahmenbedingungen. Über eineinhalb Jahre hat die Schriftstellerin dafür recherchiert. Unterstützung fand sie in der Steyrer Stadtarchivarin Doris Hörmann, aber auch bei den Diözesanarchiven Passau und Linz. So erinnert sie etwa in ihrem Werk an die rund 100 Waldenser, die im Zuge der Inquisition zu Feuertod oder lebenslanger Haft verurteilt wurden.

Zum Inhalt

Kati, die junge Ehefrau des Messerers Jakob Fuchs, wird durch die Ereignisse, die sich infolge der Inquisition im Jahre 1395 in Steyr ereignen, gezwungen, ihre Schüchternheit zu überwinden und über sich hinauszuwachsen. Missgunst, Neid, Angst, Rachsucht, aber auch Liebe spielen eine große Rolle in diesem Roman. Die Darstellung der geschichtlichen Ereignisse und einiger historischer Persönlichkeiten kommen ebenfalls nicht zu kurz. Das Mittelalter einmal anders, abseits großer Fürsten- oder Königshöfe und ohne die üblichen Zutaten wie Dunkelheit, Dreck und Brutalität.

Persönlicher Bezug zu Steyr

Der Bezug zu Steyr ist für die Autorin schon alleine durch die geografische Nähe gegeben. Aber es gab noch einen weiteren Aspekt. „Steyr als Schauplatz hat sich auch deshalb angeboten, weil die Stadt Ende des 14. Jahrhunderts zu einer der reichsten der damaligen Zeit zählte“, so Krondorfer. „Meine Vorliebe für Geschichte, besonders für das Spätmittelalter ließ sich so gut in diesem Roman vereinen.“ Darüber hinaus will sie mit der Düsterheit dieser Zeit aufräumen. „Leider wird das Mittelalter oft als rückständige, dunkle und brutale Zeit dargestellt, dabei ist diese Zeit nicht schlechter oder besser als andere. Ich wollte einen Roman schreiben, der das Leben normaler Bürger zeigt“, erklärt die Valentinerin weitere Beweggründe für ihren Roman. „Die Frau des Messerers“ ist über den Verlagspartner Buchschmiede erschienen und sowohl als Taschenbuch als auch als E-Book erhältlich.

Über die Autorin

Die 1972 in Steyr geborene Autorin Herta Krondorfer schreibt Lyrik, zeitgenössische Literatur und historische Romane. Unter ihrem Pseudonym H. K. Ysardsson (https://ysardsson.com/) verfasst sie Science-Fiction und Fantasy-Geschichten. Auf die Frage, woher sie dafür ihre Inspiration nimmt, sagt die Autorin: „Die Welt gibt genug vor. Fantasy mag ich deshalb besonders gern, weil ich mich über ein Thema auslassen und Gedankenspiele einbringen kann, ohne dass sich jemand angegriffen fühlt.“ Sie hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. Kurzgeschichten sind in diversen Anthologien und im Literaturmagazin Litrobona erschienen.

„Die Frau des Messerers“
ISBN 978-3-99152-610-0
414 Seiten
Paperback, 15 Euro
E-Book, 5,99 Euro

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