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Gerhard Riedl verfasste diesen Leserbrief zum Thema Anton Bruckner in Kronstorf.

 (Foto: mott)
(Foto: mott)

Vor wenigen Tagen wurde nach einer umfassenden Renovierung das Amtshaus der Marktgemeinde Kronstorf bezogen. Die Landespolitik beteiligte sich großzügig. Mit dem Auftrag „Kunst am Bau“ konnten die attraktiven Bilder des Künstlers Harald Birklhuber am Amtshaus bestellt werden. Kronstorf wurde aber auch durch ein neues Gesetz Tourismusgemeinde. Selbst der Bürgermeister war überrascht von den 13.800 Nächtigungen im Jahr 2023. Es gibt aber keine Auskunft wieviel Touristen tatsächlich in der Zahl stecken, bzw. wie viele Werktätige übernachteten.

Im Wirtschaftsland OÖ ist jetzt der Export auch in der Kultur eingezogen. Erstmals gibt es statt einer Landesausstellung die Bruckner EXPO. Dabei entstehen nicht nur umweltpolitische Fragen, sondern auch groteske historische Bilder.

Nicht Bruckner gehört auf das Gemeindehaus, sondern die Familie LEHOFER, die für den Tonkünstler ein heimeliges Leben in Kronstorf von 1843-1845 schuf. Lehrer Lehofer besorgte ihm dazu den Zugang zum Klavichord vom Bauern FÖDERMAYR am HARTLGUT. Für die Verehrung des weltberühmten Musikanten in Kronstof sorgte auch sein Enkel Prof. August Lehofer, der 1931 starb. Auch seine Verwandten, die Steinleitners, nahmen sich um das „aufspielende Kronstorf“ im 19. Jh. an. Die Stadt Enns ist bei Bruckner selbstbewusster, sie hat ihren Zenetti in der Literatur stark verankert.

Gerhard Riedl, Kronstorf

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