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Schutz für Kiebitze auf den Feldern

Leserartikel Wolfgang Simlinger, 03.03.2024 10:59

ENNSDORF. Jedes Jahr ab Mitte Februar kehrt der Kiebitz zurück nach Österreich. Das Projekt „Kiebitzerei“ vom Verein thema:natur lädt am Dienstag, 12. März um 18.00 Uhr im Gasthof Stöckler zu einem Wirtshausgespräch ein.

Kiebitz am Feld (Foto: Manfred Hesch)
  1 / 2   Kiebitz am Feld (Foto: Manfred Hesch)

Sein markanter Ruf „Kiju-witt“ ist für Viele ein Frühlingsbote. War der Kiebitz früher ein Bewohner feuchter Wiesen, brütet er heutzutage, sozusagen aus der Not heraus, auf offenen Ackerflächen. Dort gerät er aber zunehmend unter Bedrängnis. Seine Eier und Küken sind so gut getarnt, dass sie während der Bewirtschaftung oft unabsichtlich überfahren werden. Jetzt im März suchen sich Kiebitze geeignete Plätze für ihre Nester, wo ihre Küken im April ungestört aufwachsen können. Beim Kiebitz legen zuerst die Männchen mehrere Nestmulden für ihre Weibchen an. Ist eine Mulde hübsch genug, lässt sich das Weibchen dort nieder und beginnt mit der Eiablage. Ein Kiebitznest besteht in der Regel aus vier Eiern, die direkt auf den Boden abgelegt und bebrütet werden.

Wichtige Schutzmaßnahmen

Da die Bestände in ganz Österreich in den letzten Jahrzehnten um mehr als 50 Prozent zurück gegangen sind, braucht es nun rasch wirksame Schutzmaßnahmen für die Kiebitze. In einigen Regionen Österreichs fahren Bäuerinnen und Bauern im Frühling seltsame Schlangenlinien auf ihren Äckern. Grund dafür sind unscheinbare Stecken, die Nester von Kiebitzen markieren. In Fahrtrichtung werden vor und nach dem Nest dünne Stecken in den Boden gesteckt, die vom Traktor aus gesehen werden kann. Die Bauern erkennen die Nester und können sie umfahren. In dem von Bund und EU geförderten Projekt „Kiebitzerei“ bringt der Verein thema:natur mit Unterstützung von BirdLife dieses Wissen zu den Bauernhöfen.

Vor jeder Kiebitzsaison lädt das Projekt zum gemütlichen Wirtshausgespräch ein. Im Mittelpunkt der Gespräche, stehen die speziellen Bedürfnisse des Kiebitzes, die Möglichkeiten zum Nestschutz, sowie die wertvollen Erfahrungen der Bäuerinnen und Bauern. Infos zum Projekt finden sie auf: www.kiebitzerei.at.


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