Asten von Vandalismus heimgesucht
ASTEN. Seit mehreren Monaten wird der Astener Ortskern von Unbekannten traktiert. Anfangs handelte es sich um Vorkommnisse wie Silvesterknaller im Pfarrhof, Urinieren an Wände öffentlicher Gebäude und Verunreinigung durch nicht entsorgten Abfall.

Mittlerweile geht das Ausmaß an Vernichtungswut so weit, dass auch vor Flora und Fauna nicht zurückgeschreckt wird: Im April meldeten Bürger regelmäßig Sachschäden am allgemein zugänglichen Bienenschaukasten nahe der Volksschule. „Es ist sehr ärgerlich, wenn Anschauungsobjekte mit derartiger Gewalt demoliert werden. Leidtragende sind Interessierte, insbesondere Kinder, und örtlich engagierte Imker. Man sollte meinen, dass Bildung im Interesse aller steht. Und wenn schon hierfür kein Verständnis vorhanden ist, dann doch zumindest vor Wahrung fremden Gutes“, zeigt sich SPÖ-Bürgermeister Karl Kollingbaum mehr als verärgert.
Zwei Pappeln geschält
Die Kette an gewaltsamen Vorfällen reißt bedauerlicherweise noch immer nicht ab und so verzeichnete man vergangene Woche die Beschädigung zweier Baumstämme – wieder nahe der Volksschule. Dabei wurde bei einer der etwa 14 Jahre alten Pappeln mit einem geschätzten Wert von 3.000 Euro die Baumrinde so intensiv abgeschält, dass er nicht überlebensfähig ist. Die zweite Pappel wird zwar bei der Regenerierung unterstützt, die Aussichten sind aber eher düster. „Wer sich solch makabere Streiche überlegt und ausübt, sollte sich überlegen, ob er weiterhin einen Platz in unserer sonst doch gut funktionierenden Gemeinschaft verdient hat“, so Kollingbaum weiter. „Man fragt sich, ob die Täter oder Täterinnen beim nächsten Mal noch Skrupel haben und vor einem Vergehen an Menschen zurückschrecken.“
Hinweise an Polizei erbeten
Laut derzeitigem Ermittlungsstand gibt es zwei heiße Spuren. Diese werden nun mit hoffentlich positivem Ergebnis weiterverfolgt. Bürgermeister Karl Kollingbaum ruft die Bevölkerung, Passanten und Mitwissende auf, sachdienliche Hinweise am Polizeiposten in Enns oder im Astener Rathaus zu melden und bedankt sich schon jetzt für die Zivilcourage.


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