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ENNS. Nach der erfolgreichen Produktion „Der varreckte Hof“ im vergangenen Jahr lag heuer die Latte für das Ensemble des Theater im Hof sehr hoch. Regisseur Christian Himmelbauer gelang dieser Husarenstreich, eine ebenso vergnügliche Produktion auf die Beine zu stellen.

Er hob mit einer umjubelten Premiere seine Inszenierung von Johann Nepomuk Nestroys  „Das Mädl aus der Vorstadt“ aus der Taufe. Daniel Große Boymann übernahm auch diesmal wieder die musikalische Leitung - und das war gut so. Er steht übrigens wie Himmelbauer wieder auf der Bühne, die beiden spielen, singen und musizieren, dass es eine Freud' ist. Verschiedenste Musikrichtungen vereinen sich mit  fantastischen Formulierungen.

Herrlich amüsant

Das Konglomerat von Liebe und Geld rund um die junge Stickerin Thekla (Lisa Schrammel), an die der unbeholfene Gigl (Christian Himmelbauer) sein Herz verliert.  

Unglaublich schrill

Verena Koch als Frau von Erbsenstein schwankt zwischen Wut und Mitleid.

Großes Vergnügen  

John F. Kutil als Lüstling Herr von Kauz. Begeisternd wendig: Daniel Große Boymann, der als Schnoferl  im Sprachwitz des Biedermeier eine Wahlheimat gefunden zu haben scheint. Katharina Pizzera, Rina Juniku und Viktoria Hillisch spielen die Damen aus der Vorstadt, aber auch Schlagzeug, Klavier, Saxophon -  wie sie das tun, ist eine wahre Augen- und Ohrenfreude. Last but not least reizt Tom Pohl in den Stöckelschuhen der Madame Storch das Zwerchfell bis zum Äußersten. Großer Premieren-Applaus für ein lustvolles, musikalisches Bühnenereignis.


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