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OBERÖSTERREICH/ENNS. Es scheint harmlos, ist jedoch für die Natur ein großes Problem: Wer Enten, Schwäne, Gänse und Möwen füttert, schadet den Vögeln und ihrem Lebensraum. Das berichtet der Naturschutzbund Oberösterreich.

Foto: Josef Limberger
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Zum einen sei Reis, altes Brot oder Ähnliches keine artgerechte Nahrung, zum anderen verschlechtert sich an stehenden Gewässern durch Nahrungsreste und dem Tierkot die Qualität des Wassers. Der biologische Abbau von 1,5 Kilogramm Brot verbraucht mehr als ein Kilogramm Sauerstoff, wodurch über 100 Kubikmeter Wasser völlig sauerstofffrei werden können.

Das Gewässer „kippt“

„Fischsterben, die Bildung von Faulschlamm und die völlige Eintrübung des Gewässers durch Algenblüten sind mögliche Folgen“, berichtet Heidi Kurz vom Naturschutzbund Oberösterreich. Darüber hinaus versammeln sich an den Futterstellen übernatürlich viele Wasservögel, wodurch die Übertragung ansteckender Krankheiten wie Salmonellen erleichtert werde.

Harmlos aber unangenehm

Für Badegäste vor allem unangenehm, aber weitgehende harmlos ist die Zerkarien- oder Badedermatitis, die durch den Befall mit winzigen, eigentlich auf Enten parasitierenden Larven von Saugwürmern ausgelöst wird, und auf der Haut des Menschen Juckreiz und Quaddelbildung auslösen kann. Durch herumliegende Nahrungsreste werden zudem auch Ratten angelockt, die sich aufgrund des hohen Nahrungsangebotes stark vermehren. Die Vögel stellen sich auf das viele Futter ein und verlieren dadurch ihre natürliche Nahrungssuche. „Vögel zu beobachten ist faszinierend, das geht aber auch ohne Füttern,“ appelliert der Naturschutzbund Oberösterreich.

Das Problem ist auch in der Region bekannt

Und da kann die Ennserin Daniela Brunner ein Liedchen davon singen: „Ich gehe jeden Tag mit meiner kleinen Tochter rund um den Pichlingersee an sehr vielen Stellen im Slalom, wegen des Entenkots, der am Weg klebt. Schon um 7.30 Uhr sehe ich mindestens zehn bis 15 Senioren, die teilweise aus Sackerl die Enten füttern. Ich glaube, dass den meisten Menschen überhaupt nicht bewusst ist, wie sehr sie den Tieren, den Menschen und dem See schaden. Ich drehe meine Runden in diesem wunderschönen Erholungsgebiet und fahre dann mit meinem Baby ins Ennser Freibad, denn: in Entenexkrementen muss ich nicht unbedingt baden. Schade eigentlich.“


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