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REGION ENNS. Die Blaumeise „Tipsi“ stellt im Monat März die entzückende Schwanzmeise vor.

Alle Fotos: Florian Mayr
  1 / 9   Alle Fotos: Florian Mayr

Nomen est omen trifft für die Schwanzmeise nur zur Hälfte zu. Sie ist zierlich proportioniert wie die Meisen, aber zoologisch gehört sie zu einer eigenen Familie. Dem ersten Teil des Namens wird sie dafür um so mehr gerecht. Ihre Körperlänge beträgt in etwa 14 Zentimeter, zwei Drittel davon nimmt alleine der Schwanz ein. Kein Wunder, dass der Volksmund es auch Pfannenstielchen nennt.

Wie ein Äffchen

Der überdimensionale Schwanz hilft der Schwanzmeise eine Nische zu nutzen. Wie ein kleines Äffchen kann sie damit behände manövrierend in den äußersten Randbereichen der Zweige herumturnen und dort noch Insekten finden. Nicht nur die Proportionen lassen die Schwanzmeise entzückend aussehen, auch das Babyface mit dem Stupsschnabel und die gelben oder roten Augenringe verleihen diesem Singvogel Charme, wie die Farbgebung, die mit ihrem zartrosa, weiß und schwarz an das Land der untergehenden Sonne erinnert. Tatsächlich gibt es diese Balancierkünstlerin unter den Vögeln von Portugal bis nach Japan. Bei uns in Mitteleuropa kann man zwei Unterarten im selben Lebensraum bestaunen.

Die Unterarten

Es gibt welche mit weißem Kopf (Unterart caudatus) und eine dunkelköpfigere Art (Unterart europaeus), sowie Mischformen. Wie der Mensch öfters Halligalli braucht, beständig Gruppen, aber auch immer wieder seine Ruhe, so ist es auch bei den Vögeln. Während Stare auch in Schwärmen zur Hochleistung auflaufen, sind Rotkehlchen gerne ganz auf sich alleine gestellt. Die Schwanzmeisen gehören zur dritten Gruppe, die gesellig und sozial am liebsten in Trupps von etwa einem Dutzend unterwegs sind. Im Winter wird in dieser Gruppe eng aneinander geschmiegt geschlafen. Die Jungen wachsen wohl behütet auf, in einem kugelförmigen, flauschigem Nest mit einem schmalen Eingang. Wer diese sympathischen kleinen Kobolde der Zweige noch nie gesehen hat, sollte raus, und die Natur mit allen Sinnen genießen, so lange es davon noch etwas gibt.


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