Ennser Bürgermeister fordert klare Besserstellung des Pflegepersonals
ENNS. Die Bediensteten der Pflegeeinrichtungen im Bezirk Linz-Land haben sich an die Bürgermeister der Region gewandt, um sie bei ihren Forderungen zu unterstützen.

Es brauche ein Extra-Budget vom Land, damit Ausbildung leistbar, der Mindestpersonalschlüssel angehoben und Arbeitsbedingungen sowie Bezahlung besser werden. „Als Bürgermeister der Stadt Enns, in der selbst ein großes Bezirksaltenheim beheimatet ist, kann ich die Forderungen nur unterstreichen und ganz klar nachvollziehen. Auch in unserer Stadt hat sich die ältere Generation die einer Pflege bedarf, die bestmögliche Betreuung und Wertschätzung verdient. Dies ist nur dann möglich, wenn die Berufssparte des Pflegepersonals eine umfassende Strukturreform erfährt. Bessere Arbeitsbedingungen, attraktivere Entlohnung und vieles mehr sind dabei wesentliche Säulen. Ich selbst habe zwei engste Familienangehörige im Ennser Zentrum für Betreuung und Pflege. Ich erfahre daher täglich, dass sich die Pflegerinnen und Pfleger bestens um die Bewohner bemühen. Es ist aber auch für mich als Besucher und Angehöriger zu spüren, dass sie sich tagtäglich an ihrer Leistungsgrenze befinden und somit oft nicht die erforderliche Zeit übrigbleibt, die sich das Betreuungspersonal selbst für die Betreuung wünscht und für richtig hält. Menschenwürdig pflegen bedeutet, die Arbeitsbedingungen müssen in einem Gesamtpaket zu einer Entlastung und Besserstellung des Personals führen. Dazu bedarf es neuer gesetzlicher Vorschriften, die ich auch seitens der Stadt Enns von politischen Entscheidungsträgern klar einfordere“, betont Bürgermeister Franz Stefan Karlinger.


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