Intersport Kids- und Jugendreport 2024: Zu hohe Bildschirmzeit bei Jugendlichen
Ö/WELS/ASTEN. Laut aktuellem Intersport Kids- und Jugendreport 2024 verbringen österreichische Jugendliche dreifach soviel Zeit vor dem Bildschirm als Kinder. Intersport, der auch eine Filiale in Asten hat, appelliert: „Sportprogramm statt Instagram“.

Sport spielt eine wesentliche Rolle im Leben von Kindern und Jugendlichen. Die Bedeutung spiegelt sich jedoch nicht in der tatsächlichen Umsetzung wieder. Das zeigt der diesjährige Kids- und Jugendreport im Auftrag von Intersport Austria, bei dem 369 Jugendliche von elf bis 16 Jahren und 250 Eltern von sechs- bis zehnjährigen Kindern in ganz Österreich befragt wurden.
„Dass sich Kinder und Jugendliche im Café oder in der U-Bahn schweigend gegenübersitzen und auf ihre Handys starren, ist fast schon ein gewohntes Bild. Laut dem Report kommen Kids auf rund zwei Stunden Bildschirmzeit pro Tag, Jugendliche auf fast fünf Stunden. Dabei machen sie gerne Sport und Bewegung macht sie glücklich. Freunde und Eltern sind dabei ein wichtiger Hebel für mehr sportliche Aktivität und auch wir als Sporthändler wollen unseren Beitrag leisten“, stellt Franz Koll, neuer Geschäftsführer seit September bei Intersport Austria in Aussicht.
Radfahren und Schwimmen am beliebtesten
„Sport ist in meinem Leben wichtig“ sagen 86 Prozent der Eltern der Sechs- bis Zehnjährigen und drei Viertel der Jugendlichen. Zu den beliebtesten Sportarten zählen sowohl bei den Jugendlichen wie auch bei den Kindern das Radfahren und Schwimmen mit jeweils über 60 Prozent. Auf den Plätzen drei und vier rangiert bei Jugendlichen das Fußballspielen gleichauf mit dem Skifahren mit je 36 Prozent. Bei den Kindern liegt das Turnen mit 44 Prozent auf Platz drei, Fußballspielen auf vier.
Schule großer Stressfaktor
Trotz der positiven Gefühle, die Sport auslöst, nimmt die sportliche Aktivität mit zunehmendem Alter ab. Nur 67 Prozent der Jugendlichen betreiben häufiger als zweimal pro Woche Sport, während es bei den Kindern jeder Siebte tut. Schulische Anforderungen und Lernstress sind die größten Stressfaktoren für Kinder und Jugendliche. Mehr als ein Drittel der Kinder und fast die Hälfte der Jugendlichen empfinden Schule als größte Belastung.
Smartphone: Status und Symbol des „Erwachsenseins“
Neun von zehn Jugendlichen bis 16 Jahre besitzen ein Smartphone. Bei den Sechs- bis Zehnjährigen geben 58 Prozent der Eltern an, dass ihr Kind ein Smartphone sein Eigen nennt. Kindern und Jugendlichen vermittelt das Smartphone ein Gefühl der Selbstständigkeit und des Erwachsenseins. Allerdings hemmt die Nutzung digitaler Geräte die Bewegungslust und soziale Interaktionen. Fast die Hälfte der Jugendlichen gibt an, durch das Smartphone weniger Sport zu treiben.
Je älter, desto passiver die Freizeitgestaltung
Der Intersport Kids- und Jugendreport 2024 zeigt: Je älter, desto passiver die Freizeitgestaltung. Jugendliche verbringen durchschnittlich 4,8 Stunden täglich mit digitalen Geräten, während für Sport und Bewegung weniger als eineinhalb Stunden übrig bleiben. Bei Kindern steht Sport mit 1,7 Stunden an erster Stelle, gefolgt von Fernsehen und Zeit mit Freunden.
Bewegungsbus mit Sportgeräten für Bildungseinrichtungen
Intersport sieht sich als Sportartikelhändler auch in der Verantwortung, Kinder und Jugendliche zu mehr Sport zu bewegen. Daher stehen bereits spannende Projekte auf dem Programm, die im kommenden Geschäftsjahr umgesetzt werden sollen. Eines davon ist der Intersport-Bewegungsbus. Er wird je nach Saison mit verschiedenen Sportgeräten wie Bällen oder Bikes ausgestattet sein und Schulen, Gemeinden sowie Kindergärten auf Anfrage zur Verfügung stehen. “So geben wir Schulen und Gemeinden die Möglichkeit, diverse Sportarten anzubieten, auch wenn sie nicht die richtigen Sportgeräte vor Ort haben. Außerdem sollen einige unserer Mitarbeiter zu Bewegungscoaches ausgebildet werden, die den Bewegungsbus begleiten und mit ihrer Expertise zur Seite stehen“ so Koll.


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