Meisterschaft im Faustball
ENNS. Sportfreunde kommen demnächst auf ihre Kosten: In der Sporthalle werden am Freitag, 23. Februar und Samstag, 24. Februar die Österreichischen Faustball-Meisterschaften ausgetragen. Jeweils drei Damen- und Herrenteams werden um den Sieg kämpfen.

Faustball gehört zu den ältesten Sportarten der Welt und wurde wahrscheinlich schon 300 Jahre vor Christi Geburt in Italien erfunden. Vor 150 Jahren etablierte sich der Sport in Deutschland und später in Österreich und der Schweiz. Durch Auswanderer kam der Ballsport auch nach Südamerika und Südwestafrika. In Oberösterreich hat der Sport eine lange Tradition und wird in Enns auch als Schulsport angeboten.
Faustball ist ein Rückschlagspiel, bei dem sich zwei Mannschaften mit je fünf Spielern auf dem Spielfeld, das in der Mitte durch ein Netz oder Band getrennt ist, gegenüber stehen. Beim Spiel geht es darum, den Faustball in der gegnerischen Hälfte so zu platzieren, dass ihn die Gegner nicht erreichen können. Der Ball kann dabei mit der Faust oder mit dem Arm geschlagen werden. Gespielt wird nach Sätzen bis elf Punkte mit einer Differenz von zwei Punkten. Der Ball darf von jeder Mannschaft maximal dreimal direkt oder indirekt gespielt werden. Beim Rückschlag über das Netz muss der Ball im gegnerischen Feld den Boden oder einen Gegenspieler berühren. Zwei- oder mehrmaliges Berühren von Boden oder Netz sowie Ballberührungen außerhalb des Spielfeldes gelten als Fehler.
Spannung in der Sporthalle
Erstmals findet in Enns ein Finalturnier statt. „Wir sind die älteste Stadt Österreichs und stolz, Austragungsort zu sein“, sagt der Ennser Bürgermeister Christian Deleja-Hotko von der SPÖ. Auch Kurt Gürtler vom Organisationsteam erwartet ein tolles Event: „Die Halle eignet sich besonders gut für dieses Turnier und wir wollen eine ganz besondere Veranstaltung bieten.“ ÖFBB-Generalsekretär Hannes Dinböck ist überzeugt, dass ein derartiges Event nur mit der Hilfe von ehrenamtlichen Helfern und zahlreichen Sponsoren zu stemmen ist. Hauptsponsor bei dieser Veranstaltung ist die Firma Wohnplan, vertreten von Andreas Klaffenböck, dessen Kinder auch als Faustballer aktiv sind.
Halbfinalspiele am Freitag
Am Freitag, 23. Februar, beginnt der Wettkampf um 17 Uhr mit dem Halbfinale der Herren zwischen Linz Urfahr und Freistadt. Freistadt-Obmann Karlheinz Kaufmann erwartet ein völlig offenes Spiel. Urfahr möchte Freistadt Paroli bieten und setzt auf den brasilianischen Angreifer Bruno Arnold. „Er ist in seiner zweiten Hallensaison in Österreich immer besser geworden. Wenn wir 90 Prozent unserer Leistungsstärke erreichen, dann haben wir gute Chancen auf einen Sieg gegen Freistadt“, so Urfahr-Trainer Romeo Dominioni. Bei den Frauen treffen im Halbfinale um 19 Uhr das Team aus Arnreit und der amtierende Staatsmeister aus Nußbach aufeinander. „Das diesjährige Halbfinale ist die Neuauflage des Vorjahres-Finales. Wir haben eine kompakte Abwehr und mit Katharina Gahleitner eine tolle Angreiferin“, sagt Arnreit-Trainer Norbert Gahleitner, dessen Team in den vergangenen 34 Jahren 27 Mal beim Finalturnier mit dabei war.
Samstag ist Finaltag
Das Finale der Damen findet am Samstag um 16 Uhr statt. Gesamtdurchgangssieger Freistadt trifft auf die Gewinner des Halbfinales. Fix im Herrenfinale steht die Mannschaft aus Vöcklabruck. Für das Finale am Samstag um 18 Uhr hat die Mannschaft einen eigenen Fanbus organisiert und wird von ihren Fans, der „gelben Wand“, unterstützt. Das umfangreiche Programmheft mit Spielerkadern, Rahmenprogramm und Beginnzeiten ist unter www.final3.at abrufbar.


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