Fight your Schweinehund: Open Dojo Days für Kickboxen in Enns
ENNS. In ganz Oberösterreich öffnen Kampfsport-Vereine bei den Open Dojo Days ihre Türen für kostenlose Schnuppertrainings. Auch der Starfight-Club in Enns lädt am Montag, 16. September, am Mittwoch, 18. September und am Freitag, 20. September, dazu ein, „seinen inneren Schweinehund zu bekämpfen“. Mit der Aktion sollen verstärkt junge Talente angesprochen werden, die nächstes Jahr bei der Kickbox-Landesmeisterschaft erste Erfahrungen sammeln können.

Um den Sport bekannter zu machen und vielleicht das ein oder andere Nachwuchstalent zu finden, startete Horst Scheiböck, neuer Präsident des Oberösterreichischen Landesverbandes für Kick- und Thaiboxen, die Initiative. Frei nach dem Motto „Work out statt Knockout“ sind bei den Open Dojo Days alle herzlich eingeladen kostenlos reinzuschnuppern. Und wer weiß, vielleicht lässt sich so auch die next Stella Hemetsberger finden.
Training in Kraft, Ausdauer und Koordination
Beim Kickboxen geht es darum, die eigene Fitness mit Trainings in Kraft, Ausdauer und Koordination vorwärts zu bringen: „Kickboxen ist ein sehr vielfältiger Sport. Es ist lustig mal auf eine Pratze zu boxen oder in einen Schlagpolster zu kicken. Es geht um Workout, nicht um Knockout“, betont Scheiböck. Sparrings und Wettkämpfe sind immer freiwillig und erst mit einem gewissen Maß an Basis-Kenntnissen zulässig. „Der Sport ist für jedes Alters- und Fitnesslevel passend, außerdem gilt er gerade im Alter als besonders gute Sturz-Prophylaxe, da auch die Balance speziell trainiert wird“, so der Kickbox-Landesverbands-Präsident OÖ.
Verschiedene Disziplinen
Wie vergleichsweise beim Ski-Sport gibt es auch beim Kickboxen unterschiedliche Disziplinen. Die meisten Kampfsportler trainieren in mehreren Sparten:
- „Pointfighting“ ist eine sehr explosive Disziplin mit kurzen Stopps nach jedem Treffer. Es geht um Schnelligkeit.
- Beim „Leichtkontakt“ wird zwei Minuten durchgekämpft, die Schlaghärte liegt bei 70 Prozent. Die Trefferzone ist über der Gürtellinie plus Beinfeger unter dem Knöchel.
- Beim „Kick light“ sind im Unterschied zum „Leichtkontakt“ auch Angriffe zum Oberschenkel mit dem Spann (Halbkreisfußtritt / Low Kick) möglich.
Alle diese Disziplinen werden alle auf der Tatami (Matte) ausgetragen. Bei den Vollkontakt-Disziplinen „Lowkick-Kickboxen“, „K1“ und „Vollkontakt“ geht es in den Ring. Hier gelten auch Wirkungstreffer, also der KO-Schlag. Bei K1 kommen außerdem auch Knietechniken zum Einsatz. Alle Stile werden mit entsprechender Schutzausrüstung ausgetragen.
„Stars von morgen“ finden
Mit der Salzburgerin Stella Hemetsberger hat Österreich schon einige Erfolge im Kickboxen zu verzeichnen. Immer wieder bringt die 25-Jährige Gold-Medaillen von internationalen Wettkämpfen mit nach Hause - zuletzt bei der Kickbox-Weltmeisterschaft in Portugal und kurz darauf beim Wako Turkish Open in Istanbul.
Mit den Open Dojo Days möchte Scheiböck deshalb einen Schritt in Richtung Jugendförderung setzen: „Wir hoffen, dass viele junge Talente den Sport ausprobieren und für sich entdecken. Vielleicht sind ja Stars von morgen dabei.“ Kickboxen sei außerdem immer wieder im Gespräch, eine olympische Disziplin zu werden, „da sorgen wir schon vor“, so Scheiböck, der auch Übungsleiter für olympisches Boxen ist.
Alle teilnehmenden acht Vereine der Open Dojo Days sind untereinander vernetzt und organisieren dadurch auch immer wieder Gast-Trainer, die im Profi-Bereich Erfolge eingefahren haben. Das ist spannend für jede Trainingsstufe.
Kickbox-Landesmeisterschaft 2025
Nächstes Jahr soll wieder eine österreichweite Landesmeisterschaft in Oberösterreich stattfinden. Vielleicht schon mit neuen Talenten, die dort erste Erfahrungen sammeln.


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