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KRONSTORF/BAD ISCHL/MITROVAC NA TARI/PILSEN/CHEMNITZ. Lukas Kaufmann, Extrem-Radrennfahrer aus Kronstorf, machte beim Team-Rennen in Serbien den zweiten Platz. Außerdem trat er am vergangenen Hochwasser-Wochenende beim European Peace Ride für den Frieden in die Pedale.

Beim Team-Rennen in Serbien erreichte er den zweiten Platz in der Gesamtwertung. (Foto: Wild Bear MTB Stage Race)

Anfang September radelte Lukas Kaufmann mit seinem deutschen Freund Sönke Wegner in Serbien beim Wild Bear Mountainbike (MTB) Stage Race mit. Dieses Event gab es heuer erst zum dritten Mal, ist laut Kaufmann aber großartig organisiert worden.

Platz Zwei für Kaufmann und Wegner

Der Bewerb für Team-Rennen besteht aus einer ersten Etappe, einer zweiten und der dritten Stufe. Die Strecken sind jeweils zwischen 40 und 70 Kilometer lang und verlaufen quer durch den Tara Nationalpark. „Den fühlt man während dem Fahren so richtig - weil man so gut wie immer nur Natur sieht und keine Autos oder Häuser“, berichtet der Kronstorfer. Mit den Ergebnissen 2 - 3 - 2 sicherten sich Kaufmann und Wegner den zweiten Platz in der Gesamtwertung. „Ich bin mit sicher, dass das nicht mein letztes Rennen in Serbien war!“, so der Extrem-Ausdauersportler über sein Ergebnis.

 European Peace Ride: Von Bad Ischl nach Chemnitz

Vergangenes Wochenende stand dann der European Peace Ride auf Kaufmanns Programm. Die Strecke führte heuer von Bad Ischl (Europäische Kulturhauptstadt 2024) über Pilsen nach Chemnitz (Europäische Kulturhauptstadt 2025). „Aufgrund der Wettersituation war es dieses Mal alles andere als leicht für die Veranstalter und Teilnehmer. Trotzdem hatten alle immer ein Lächeln im Gesicht – es ging ja um den Frieden“, so der Kronstorfer. Und: „Die Streckenführung war wunderschön, die Organisation sensationell. Immer wieder standen einige Leute am Straßenrand und winkten uns zu – wenn`s geht, dann bin ich 2025 wieder mit dabei!“

Hintergründe European Peace Ride

Die Internationale Friedensfahrt, auch „Course de la Paix“ genannt, war das meistbeachtete Amateurradsport-Event hinter dem Eisernen Vorhang. Zu ihren Höhepunkten wurde es sogar mit der berühmten Tour de France verglichen. Erstmals ausgetragen im Jahr 1952, führte sie jährlich quer durch Osteuropa und nutzte dabei Chemnitz beziehungsweise damals Karl-Marx-Stadt mehrfach als Etappenort. Sie sollte mit dem völkerverbindendem Sport den Spannungen des Kalten Krieges ein friedliches Zeichen entgegen setzen. 2006 wurde sie in dieser Form letztmalig ausgetragen.

„Friedensfahrt Reloaded“

18 Jahre später wurde mit der Bewerbungsphase zur europäischen Kulturhauptstadt der erste Grundstein für eine „Friedensfahrt Reloaded“ gelegt. Im September 2020 wurde die Abgabe des Bewerbungsbuches als großes Kulturevent inszeniert. 39 Chemnitzer fuhren das sogenannte „bid book“ - In 48 Stunden quer durch Deutschland - und übergaben es der Jury in Berlin. Einen Monat später erhielt Chemnitz den Zuschlag für den Titel: „Europäische Kulturhauptstadt 2025“.

Mehr als nur Radsport

Der European Peace Ride ist eine gesamtgesellschaftliche Veranstaltung. Es gibt keine Ausschlusskriterien in Bezug auf persönliche Geschlechtsidentifikationen, Religion, Herkunft oder persönliche Handicaps.Die Kultur der Friedensfahrt ist das Miteinander.

Mit den Partnerländern Polen und Tschechien ist es ein gemeinsames Ziel, ein europäisch-relevantes, verbindendes Projekt auf die Beine zu stellen, welches historisch-verankert ist und zugleich neue Impulse setzen soll. Zahlreiche Kulturveranstaltungen wie Konzerte und Kundgebungen werden jährlich in die Friedensfahrt integriert.

 

Weitere Infos
Wild Bear Mountainbike Stage Race: www.wildbearmtb.com
European Peace Ride: www.peace-ride.com

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