Frauenvolksbegehren auch in der Region von großer Bedeutung
LINZ-LAND/ENNS. Heuer vor genau 100 Jahren wurde in Österreich das Frauenwahlrecht eingeführt und noch immer kämpfen die Frauen für Gleichberechtigung. Das Frauenvolksbegehren 2.0 soll dabei helfen.

Knapp 200.000 Österreicher haben innerhalb der ersten zwei Wochen ihre Unterstützungserklärung abgegeben. Darunter auch der Verein ChronischKrank, Bürgermeister der Stadt Enns Franz Stefan Karlinger (SPÖ), sowie der Geschäftsführer der Tourismus und Stadtmarketing Enns GmbH (TSE) Max Homolka. Noch bis zum 4. April ist es möglich, seine Unterstützungserklärung abzugeben. Vor genau 20 Jahren, als das erste Mal Unterschriften für die Gleichstellung der Frauen gesammelt wurden, zählte man knapp 650.000 Unterschriften.
Frühjahrskampagne
Die Frühjahrskampagne der SPÖ-Frauen soll weitere Stimmen bringen. Frauen machen über 50 Prozent der Bevölkerung aus und sind doch in vielen Lebensbereichen unterrepräsentiert. „Frauen verdienen die Hälfte der Plätze in allen Entscheidungsfunktionen der Politik und Wirtschaft. Um das zu garantieren, braucht es gesetzliche Maßnahmen wie beispielsweise Quoten“, erklärt Bezirksfrauenvorsitzende Gisela Peutlberger-Naderer. Aber nicht nur in hohen Entscheidungsfunktionen, auch im täglichen Leben sei die Gleichberechtigung immer noch nicht zur Gänze angekommen. „Deshalb unterschreiben wir und rufen auf, es uns gleich zu tun, denn gemeinsam sind wir stärker“, so Peutlberger-Naderer.
Führung
Das Frauennetzwerk Linz-Land lädt außerdem am 10. März zur Führung „Vergessene Frauen von Enns“. Treffpunkt ist um 8.45 vor dem Ennser Stadtturm. Es geht auf Spurensuche von Frauen, die vor langer Zeit in der ältesten Stadt Österreichs gelebt haben. Anmeldung unter 0664/73175173 oder beratung@frauennetzwerk-linzland.net


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