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OÖ/ENNS. Im Bildungsbereich gehe es vor allem darum, die Schüler heute für die Herausforderungen von morgen fit zu machen, sie für die Zukunft vorzubereiten und ihnen auch das notwendige Rüstzeug mitzugeben, um diese Aufgaben sicher bewältigen zu können, geben Bildungs-Landesrätin Christine Haberlander aus Enns und Bildungsdirektor Alfred Klampfer bekannt.

Dipl.-Päd. Werner Schlögelhofer BEd Landesschulinspektor APS, Bildungsdirektor Alfred Klampfer, B.A., Landesrätin Christine Haberlander, LSI HR Günther Vormayr Landesschulinspektor AHS und HR Franz Payrhuber, Landesschulinspektor APSFoto: Land OÖ/Lisa Schaffner

Zum einen soll in Oberösterreich die Digitalisierung vorangetrieben werden, zum anderen sind die Grundkompetenzen der Schüler auch weiterhin zu stärken. Wesentlich sei hier, Schulen, sowohl die Pädagogen, als auch die Schüler und die Eltern mit der Wirtschaft enger zu vernetzen. Dazu seien noch verstärkt Anstrengungen für die Begeisterung für MINT-Fächer notwendig.

Schwerpunkte setzen

„Für mich gilt es trotz der letzten erfreulichen Ergebnisse, beispielsweise bei den Bildungsstandards in Naturwissenschaft und Mathematik, nicht auf dem Status Quo stehenzubleiben. Besonders wichtig ist es mir, gemeinsam mit dem neuen Bildungsdirektor nachhaltige Schwerpunkte in den kommenden Jahren zu setzen“, betont  Haberlander.

Grundfertigkeiten vermitteln

Der Schwerpunkt in den oö. Schulen müsse auf der Vermittlung der Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben, Rechnen und auf die Vermittlung von sozialen Kompetenzen liegen. Das Beherrschen dieser Grundfertigkeiten sei die Voraussetzung für alle darauf aufbauenden Bildungswege.

Klarer Fokus auf Digitalisierung und MINT-Fächer

„Wir wollen die Wirtschaft, die Unternehmen in Oberösterreich noch enger mit der Schule vernetzen und sie auch füreinander öffnen. Es braucht eine enge Abstimmung der Ausbildungswege an den Bedürfnissen der Wirtschaft sowie gegenseitiges Verständnis und eine enge Kooperation mit den Pädagogen bereits ab deren Ausbildung.“ So soll zum Beispiel der Ausbau Technischer Neuer Mittelschulen weiter vorangetrieben werden. Es soll sichergestellt werden, dass der Wirtschaft auch in Zukunft genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen.

Frühe Kompetenzfeststellung - Stärken stärken

Die wichtigste Aufgabe der Bildungseinrichtungen werde es sein, junge Menschen auf ihren für sie geeigneten Bildungs- und Ausbildungsweg zu begleiten. „Dafür brauchen wir eine möglichst baldige Feststellung der Stärken und umfassende Beratung über mögliche Bildungs- und Ausbildungswege, die den Stärken und Kompetenzen der jungen Menschen entsprechen“, so Haberlander.

Umsetzung der Bildungsreform

Die Umsetzung der Bildungsreform werde die Behördenstruktur fordern. Bereits seit dem Vorjahr werden im Rahmen eines Projektes organisatorische und strukturelle Schritte identifiziert, so dass die Umstellung auf die Bildungsdirektion in Oberösterreich reibungslos verlaufen wird. Die neue Behördenstruktur muss bis 1. Jänner 2019 umgesetzt werden. Im Rahmen der Bildungsreform sollen die Schulen bei der Umsetzung der Schulautonomie und bei einer möglichen Bildung von Schulclustern bestmöglich begleitet werden.

Schulautonomie: Folgende Maßnahmen treten mit September 2018 in Kraft

Schulautonome Klassen- und Gruppengrößen

Klassen- und Gruppengrößen können flexibel je nach pädagogisch-didaktischer Gestaltung der Lernphase variiert werden. Es gibt keine zentral vorgegebenen Mindest- oder Maximalzahlen für Gruppen.

Schulautonome Schulzeitbestimmungen

Die Öffnungszeiten der Schule sind flexibel gestaltbar, beispielsweise kann am Standort die Vorverlegung des Unterrichts schulpartnerschaftlich festgelegt oder eine geeignete Aufsicht organisiert werden.

Flexibilisierung der 50-Minuten-Einheit

Die Dauer von Unterrichtseinheiten kann flexibel gewählt werden. Die 50-Minuten Stunde dient als Berechnungsgröße. Die Gesamtunterrichtszeit gemäß dem jeweils geltenden Lehrplan ändert sich nicht. Projektunterricht, Blockungen und themenzentrierter Unterricht werden vereinfacht.

Ermöglichung der Einrichtung von Clustern

Zwei bis maximal acht Schulstandorte in einer Region können sich zu einem Schulcluster zusammenschließen. Der einzelne Schulstandort bleibt als Schule erhalten und durch die Zusammenarbeit im Cluster gestärkt.

Die Schulclusterleitung übernimmt die Aufgaben der bisherigen Schulleitungen und nimmt eine standortübergreifende Leitungsfunktion ein. Jeder Schulstandort hat weiterhin eine Ansprechperson (Bereichsleiter), die die Clusterleitung am Standort unterstützt.

Digitale Grundbildung

Ab diesem Schuljahr gibt es eine neue verbindliche Übung „Digitale Grundbildung“ im Lehrplan der AHS-Unterstufe und der Neuen Mittelschule. Die schulautonome Umsetzung der Verbindlichen Übung räumt Schulen eine Reihe von Gestaltungsmöglichkeiten ein:

  •  Umfang (insgesamt zwischen 2 bis 4 Jahreswochenstunden)
  •  Schulstufe/n, in der/denen die Verbindliche Übung unterrichtet wird
  •  Form des Unterrichts (als eigener Gegenstand, integrativ im Fachunterricht oder in einer Mischform)

Der Lehrplan behandelt die Themenbereiche:

  •  Gesellschaftliche Aspekte von Medienwandel und Digitalisierung
  •  Informations-, Daten- und Medienkompetenz
  •  Betriebssysteme und Standardanwendungen
  •  Mediengestaltung
  •  Digitale Kommunikation und Social Media
  •  Sicherheit
  •  Technische Problemlösung
  •  Computational Thinking

aus den Kompetenzbereichen:

  •  Informatische Kompetenz
  •  Medienkompetenz
  •  Politische Kompetenz
  •  Digitale Kompetenz

Sensationeller Erfolg beim Finale der World-Robot-Olympiade

Am 16. und 17. Juni fand in der Passauer Dreiländerhalle im Rahmen des Deutschlandfinales auch gleichzeitig das erste Österreichfinale der World Robot Olympiade (WRO) statt. Dies ist ein internationaler Roboterwettbewerb für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 19 Jahre. Das Thema des heurigen Jahres lautete „Food Matters“ und als Preis winkte den Siegern die Startberechtigung am Weltfinale in Thailand.

Programmiert, getüftelt, getestet

Die NMS Riedau war mit den beiden Teams Robo-Freaks1 und Robo-Freaks 2 in der Kategorie Regular Junior beim Finale vertreten. In dieser Altersklasse mussten die Teams einen Roboter entwerfen, diesen vor Ort neu zusammenbauen und ihn dann so programmieren, dass er die gestellten Aufgaben erfolgreich erledigen konnte. Zunächst mussten vom Roboter Daten zur Bodenqualität gesammelt werden, damit er anschließend die richtigen Setzlinge auf den richtigen Äckern platzieren konnte. So wurde eifrig programmiert, getüftelt und immer wieder getestet, um in den vier Wertungsdurchgängen letztlich möglichst viele Punkte zu erreichen.

Unglaublicher Erfolg

Das Team Robo-Freaks 1 (Alexander St. und Alexander P.) konnte sich überlegen den Sieg sichern. Die beiden Schüler der NMS Riedau dürfen nun vom 14. bis 16. November 2018 Österreich am Weltfinale in Chiang Mei (Thailand) vertreten. Ein unglaublicher Erfolg, der die unzähligen Vorbereitungs- und Trainingsstunden auch in der Freizeit vergessen lässt.


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