Geschwindigkeitsmessungen liegen in Enns im optimalen Bereich
ENNS. Die Erweiterung der 30er-Zonen in Enns und die damit verbundene Entfernung vieler alter Vorrangtafeln hat im vergangenen Jahr einigermaßen Staub aufgewirbelt. Nun gibt es Erfreuliches zu verkünden.

„Viele wissen nicht, dass Vorrangtafeln in einer solchen Zone von der Bezirkshauptmannschaft gar nicht mehr zugelassen werden. Gleichzeitig wurde hier mit einem Schilderwald aufgeräumt, der entweder unzulässig oder zumindest unsinnig war“, so Vizebürgermeister und Verkehrsreferent Manfred Voglsam (ÖVP).
Versteckte Geschwindigkeitsmessungen
Nach wie vor gebe es aber Beschwerden über zu hohe Geschwindigkeiten, weshalb in den letzten Monaten seitens der Stadtgemeinde Enns gemeinsam mit dem Verkehrssachverständigen des Landes OÖ eine Evaluierung durchgeführt wurde, wobei nicht nur die 30er-Zonen, sondern auch die Zentrumszone mittels versteckten Geschwindigkeitsmessungen untersucht wurden. Das Ergebnis lasse sich im Wesentlichen als erfreulich zusammenfassen.
Kaum Überschreitungen ín der Innenstadt
In der Bräuergasse wurde beispielsweise eine für Verkehrsmaßnahmen relevante Durchschnittsgeschwindigkeit von 26 km/h gemessen, „was für eine Einbahnstraße ein sehr gutes Ergebnis ist“, so Voglsam. In der Linzer-Straße sei das Ergebnis mit durchschnittlich 24 km/h sogar noch etwas besser. In der Mauthausnerstraße betragen diese Geschwindigkeiten je nach Fahrtrichtung zwischen 31 und 33 km/h, im unteren Bereich allerdings schon rund 40 km/h, was dort mit der Straßenbreite zusammenhänge.
Im optimalen Bereich
Die Evaluierung zeige aber auch, dass noch verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durch die Polizei notwendig seien. In der Stadlgasse lag die Durchschnittsgeschwindigkeit schon zwischen 48 und 49 km/h – in einer 30er-Zone deutlich zu hoch. „Hier zeigte sich auch, dass die vorrangmäßige Abwertung der Einbindungsstraßen aus Gründen der Verkehrssicherheit wichtig war“, sagt der Vizebürgermeister. Grundsätzlich wurde im Gesamtüberblick seitens des Landes OÖ aber festgestellt, dass „die erhobenen Fahrgeschwindigkeiten innerhalb des Ortsgebietes Enns nach Vorliegen der durchgeführten verdeckten Langzeitgeschwindigkeitsmessungen in einem optimalen Bereich liegen.“
Mühlenstraße
Nicht gemessen wurde in der Mühlenstraße, die laut Anrainer ebenso eine Gefahrenzone darstellt (wir bereichteten). Demnach werden dort Bodenmarkierungen gewünscht, um die Straße optisch zu verengen. Laut Voglsam würde das aber keine Verbesserung der Situation zur Folge haben, da in der Praxis Bodenmarkierungen noch viel weniger beachtet werden würden als Verkehrsschilder.


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