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ENNS. 600 Jugendliche aus ganz Oberösterreich wurden von der Schuldnerhilfe OÖ., dem Sozial-Ressort des Landes OÖ und der Arbeiterkammer OÖ mit dem Finanzführerschein ausgezeichnet. Darunter auch 24 Schüler der Polytechnischen Schule Enns. 

Foto: Land OÖ/Stinglmayr
Foto: Land OÖ/Stinglmayr

Auch junge Menschen, die noch nicht lange im Erwerbsleben stehen, hätten oft so große finanzielle Schwierigkeiten, dass sie eine Schuldnerberatung aufsuchen. Die Gründe sind vielfältig, häufig liegt die Ursache darin, dass Jugendliche ihre finanziellen Möglichkeiten überschätzen. Vor allem der Schritt in die finanzielle Eigenständigkeit überfordert viele. Der OÖ Finanzführerschein soll dem entgegenwirken. Jährlich absolvieren rund 3.300 Jugendliche fünf Module zur Finanzbildung.

Gelegenheit nutzen

In einer aktuellen Studie der ING gaben 27 Prozent der Österreicher an, keine Ersparnisse zu haben. Dies liegt häufig an der Kombination aus geringem Einkommen und hohen Lebenskosten. „Jugendliche, die noch im Elternhaus leben und bereits ein eigenes Einkommen haben, sollten die einmalige Gelegenheit nutzen, da sie noch sehr wenig an finanziellen Verpflichtungen haben, sich dementsprechend viel für spätere Anschaffungen zur Seite zu legen“, so Ferdinand Herndler, Geschäftsführer der Schuldnerhilfe OÖ. 

Prävention zahlt sich aus

„Prävention in Form von finanzieller Allgemeinbildung zahlt sich aus“, meint Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer. „Das zeigt auch die Entwicklung des Anteils junger Menschen in den Schuldenberatungen. Seit wir in Oberösterreich intensiv auf Finanzbildung setzen, hat sich die Zahl der Jugendlichen in Beratung stark reduziert.“ Seit 2007 gibt es den Finanzführerschein, mehr als 29.000 Jugendliche haben ihn bereits in der Tasche. Das Sozial-Ressort des Landes OÖ und die Arbeiterkammer Oberösterreich unterstützen das Projekt der Schuldnerhilfe OÖ finanziell und mit Expertenwissen.


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