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ENNS. Marina Priglinger, Teil der Bürgerinitiative, die sich gegen den Bau des Rohstoffparks der Firma Bernegger in Enns formiert hat, fordert eine Podiumsdiskussion. 

Foto: Bernegger
Foto: Bernegger

„Vor dreißig Jahren, als ein ähnliches Projekt im Ennshafen realisiert werden sollte, konnten wir (die damalige Bürgerinitiative, Anm. der Redaktion) den Bau verhindern. Damals ging es auch um eine Müllverbrennungsanlage und auch heute ist die Thematik die gleiche. Ich kann es nicht verstehen, warum seitens der Firma Bernegger keine Podiumsdiskussion gewünscht ist – meiner Ansicht nach hat eine Müllverbrennungsanlage in einem Ballungsraum nichs zu suchen. Schon gar nicht in einer solchen Größe“, so Priglinger.

Podiumsdiskussion nicht gewünscht

Warum eine Podiumsdiskussion nicht gewünscht ist erklärt Bernegger-Projektleiter Christian Mlinar folgendermaßen: „Bei einer Podiumsdiskussion kann es passieren, dass Emotionen hochgeschaukelt werden, die einer vernünftigen Diskussion im Wege stehen können. Darüber hinaus haben wir unzählige Gespräche geführt, auch mit den Gemeinden Ennsdorf und St. Pantaleon und das werden wir auch weiterhin tun. Vor allem sehen wir aber auch deshalb keinen Bedarf für eine Podiumsdiskussion, da unsere angebotenen Sprechstunden von keinem einzigen Bürger wahrgenommen wurden. Für uns ist der eingeschlagene Weg der Kommunikation ideal und den werden wir so auch weitergehen“, erklärt Mlinar auf Anfrage von Tips.

Öffentliche UVP-Verhandlung

Darüber hinaus sei die öffentliche UVP-Verhandlung, die im Herbst anberaumt ist, nichts anderes als eine Podiumsdiskussion, was auch Bürgermeister Franz Stefan Karlinger so sieht. „Dort werden alle Experten anwesend sein, um auftretenden Fragen zu beantworten. Für mich klingt das durchaus vernünftig.“ Des weiteren weist Karlinger darauf hin, dass die Wohn- und Lebensqualität der Ennser Bürger nicht beeinträchtigt werden darf, die Umweltverträglichkeit gewährleistet sein muss und keine Geruchsbelästigungen entstehen dürfen. „Da gibt es Experten, die das zu prüfen haben. Und daran wird sich auch die Stadtgemeinde orientieren“, so Karlinger abschließend.


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