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ENNS. Die deutsche, österreichische, slowakische und ungarische Einreichung zur Prädikatisierung des Donaulimes zum UNESCO-Weltkulturerbe ist vorläufig bei der UNESCO-Versammlung in Baku gescheitert.

Foto: Simlinger
Foto: Simlinger

Das Gremium entschied, die Reste der römischen Militärgrenze südlich der Donau wegen kurzfristiger Änderungen beim ungarischen Abschnitt vorerst nicht aufzunehmen. „Ungarn hat vor drei Wochen eine römische Gedenkstätte auf einer Donau-Insel in Budapest völlig überraschend aus dem Schutzprojekt herausgelöst. Angeblich wegen eines Immobilienprojektes, das auf einer Fläche von mehr als 60 Hektar verwirklicht werden soll“, so Gottfried Kneifel, Bundesrat außer Dienst, der sich im Bundesrat jahrelang für dieses Projekt stark gemacht hat.

Projekt neu einreichen

Insgesamt umfasste die Einreichung 98 Bereiche entlang der Donau, wobei Österreich mit 22 Teilkomponenten an dieser Welterbestätte vertreten ist, darunter Enns oder Oberranna. „Das Projekt muss jetzt von allen Staaten überarbeitet und möglichst rasch wieder neu eingereicht werden. Der Vorschlag von Österreich und Deutschland, das Projekt ohne ungarische Teilnahme zu genehmigen wurde von der UNESCO-Kommission trotz massiver politischer und diplomatischer Aktivitäten der bayerischen und österreichischen Regierung abgelehnt“, so Kneifel.

Donaulimes

Als “Limes“ wird die Außengrenze des antiken römischen Reiches beziehungsweise das zur Sicherung dieser Grenze errichtete System an Befestigungsanlagen bezeichnet. Der Limes erstreckte sich von Großbritannien über Mittel- und Osteuropa und den Nahen Osten bis nach Nordafrika; das sind 7.500 Kilometer, 20 Länder und drei Kontinente. 


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