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REGION. Ab 15. Mai dürfen Gastronomen unter Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen wieder aufmachen. Tips hörte sich bei einigen Wirten um.

  1 / 2   Das Team vom Gasthaus Rahofer (v.l. Marie Rahofer, Florian Gintenreiter und Carina Kaiser) nutzte die Zeit, um den Betrieb auf Vordermann zu bringen. Foto: Vanessa Rosenegger

Während der Coronakrise bietet das Gasthaus Rahofer in Kronstorf einmal pro Woche einen Abholservice an. Über die Plattform „vorfreude.kaufen„ werden Gutscheine verkauft. „Wir haben die Zeit genutzt, um Möbel zu streichen, den Fußboden zu schleifen und Gegenstände auf Vordermann zu bringen“, sagt Inhaberin Marie Rahofer, die das Gasthaus mit ihrer Partnerin Carina Kaiser erst zwei Wochen vor dem staatlich verordneten Ladenschluss von ihren Eltern übernommen hat. Aus diesem Grund konnte man die Unterstützungsleistungen aus dem Härtefonds 1 nicht beantragen. Aus dem zweiten Fonds bekam Rahofer 500 Euro. Die Maßnahmen der Bundesregierung sieht sie als gerechtfertigt an, auch wenn vor der Eröffnung am 15. Mai erst einmal wieder (z.B. in Schutzmasken und Desinfektionsmittel) investiert werden muss.

Guter Zusammenhalt

„Wir kämpfen ums Überleben“, sagt Caroline Kaisinger vom Ipftalerhof in Niederneukirchen. Der Gasthof (vorher Kirchenwirt) wurde erst vor einem halben Jahr neu eröffnet. Von Donnerstag bis Sonntag gibt es einen Abholservice, der von den Niederneukirchnern sehr gut angenommen wird. Auf Kurzarbeit oder Kündigungen hat Kaisinger genauso verzichtet wie auf staatliche Unterstützungsleistungen. „Ich habe gar nicht angesucht. Man muss nämlich auch das Kleingedruckte lesen. Aber wenn man so klasse Mitarbeiter und so einen guten Zusammenhalt wie bei uns in Niederneukirchen hat, braucht man keinen Vater Staat“, meint die Wirtin.

Gesetzesänderung war eine „Frechheit“

Wirt Benedikt Winkler vom Gasthaus Heimbau in Asten hat seine geringfügig beschäftigten Mitarbeiter entlassen. Andere sind in Urlaub oder in Kurzarbeit. Beim Härtefonds 1 ging Winkler leer aus, das Ergebnis des zweiten weiß er noch nicht. „Ich finde es eine Frechheit, dass die Regierung einfach kurzfristig das Epidemiegesetz geändert hat. Mit dem alten gäbe es weniger Arbeitslose, und die Betriebe hätten ihre Einbußen ersetzt bekommen“, sagt Winkler.

EnnsWerk-Team ist top-motiviert

„Das Team vom EnnsWerk freut sich schon sehr auf die Wiedereröffnung. Wir werden fürs erste einmal ganz normal starten, um auch die speziellen Wünsche der Regierung erfüllen zu können“, sagt Geschäftsführer Andreas Huber. Die Umsatzeinbußen betrugen wie bei vielen anderen Gastronomen 100 Prozent. Alle Mitarbeiter wurden beim AMS mit einer Wiedereinstellungszusage angemeldet, ein Teil der Führungskräfte auf Kurzarbeit. „Die aktuellen Einschränkungen machen es uns schwer, den Betrieb kostendeckend, geschweige denn gewinnbringend zu führen. Dennoch bleiben wir positiv und sind top-motiviert“, sagt Huber über die ab 15. Mai geltenden Sicherheitsmaßnahmen. Ab dann wird es auch einen Lieferservice mit einer spziellen App geben.


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