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ENNS. Das lange Warten hat ein Ende. Österreichs Gastronomiebetriebe öffnen am 19. Mai ihre Pforten. Tips sprach mit Wirtesprecher Wolfgang Brunner vom Gasthof zum Goldenen Schiff und Platzhirsch-Wirt Harald Ullmann.

Harald Ullmann vom Platzhirsch (l.) und Wolfgang Brunner vom Gasthof zum Goldenen Schiff haben die Corona-Zeit für Erneuerungen genutzt. (Foto: Thomas Lettner)

Tips:Die langersehnte Öffnung steht unmittelbar bevor. Was sagt das Stimmungsbarometer unter den Ennser Wirten?

Brunner: Wir haben die Zeit genutzt und uns bestens auf die Öffnung vorbereitet, teilweise Fremdenzimmer erneuert, teilweise in die Jahre gekommenes Equipment ausgetauscht. Unsere Mannschaft ist nach wie vor die alte und top motiviert. Da uns auch unsere Gäste in den vergangenen Monaten mit der regelmäßigen Nutzung unseres Liefer- und Abholservices die Treue gehalten haben, sind wir guter Dinge, dass uns unsere Stammgäste von damals auch weiterhin besuchen.

Ullmann: Auch bei uns ist die Vorfreude riesig und auch bei uns ist einiges in Erneuerungen geflossen. Unmittelbar vor dem Außenbereich können sich unsere Gäste nun beispielsweise auf einen beheizten Zwischenbereich freuen und auch Teile des Equipments wurden ausgetauscht.

Tips:Haben Sie in der Region von Kollegen gehört, die nicht so gut durch die Krise gekommen sind?

Brunner: Bis dato hat meines Wissens noch keiner zugesperrt. Allerdings geht es ja nicht ausschließlich um die Betriebe, sondern auch um die Mitarbeiter. Ob es da viele Kündigungen gegeben hat, kann ich nicht sagen. Meiner Ansicht nach ist erst in den nächsten Jahren mit einer Konkurswelle zu rechnen, da es Wirte gibt, die bereits vor der Krise zu kämpfen hatten. Das wird sich erst später bemerkbar machen.

Tips:Wie sehen die Prognosen für die Hotellerie aus? Rechnen Sie mit einem Ansturm?

Brunner: Eine Buchungsflut ist definitiv nicht in Sicht. Vielleicht verschlägt es im Sommer ein paar Individualreisende nach Enns. Hochzeiten und Busreisen wurden aber allesamt schon bis Herbst storniert.

Tips:Wie stehen Sie zu den Maßnahmen der Regierung, die mit den Öffnungsschritten einhergehen?

Ullmann: Meiner Meinung nach sind die Maßnahmen zu streng. Ich verstehe nicht, warum sich die Gäste trotz eines negativen Testergebnisses noch registrieren müssen. Kommt da nicht der Datenschutz zu kurz?

Brunner: Angesichts dessen, dass zum Zeitpunkt der Öffnungsschritte ungefähr die Hälfte aller Österreicher geimpft sein wird und dadurch mit einer sich stetig verbessernden Situation zu rechnen ist, finde ich die Maßnahmen in Ordnung.


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