Bankenschließungen stellen Gemeinden vor große Herausforderungen
ANSFELDEN/NIEDERNEUKIRCHEN. Nach der Schließung der beiden Sparkasse-Filialen in Haid und Kremsdorf wurde vor einigen Wochen das neue Kompetenzzentrum der Sparkasse in Ansfelden eröffnet. Auch Niederneukirchen ist von einer Bankenschließung betroffen.

Im 4.000-Seelen-Ortsteil Haid gab es vor einigen Jahren noch vier Banken (VKB, Raika, Oberbank und Sparkasse). Nach der Schließung der Hauptfiliale der Sparkasse gibt es in Haid nur noch einen Bankomatbetrieb. „Haid braucht unbedingt eine Bankfiliale. Für die ältere Generation, die nicht mehr so mobil ist, ist die Schließung der Bankfilialen eine Zumutung. Sie sind es, die auf ein gutes Kundenservice vor Ort angewiesen sind“, sagte Bürgermeister Christian Partoll (FPÖ). Um wieder eine Bankfiliale in Haid anzusiedeln, werde man nun umgehend in Kontakt mit anderen Banken treten. In Kremsdorf gibt es nach der Filialschließung auch keinen Bankomaten mehr. Dieses Problem wolle man selbst mithilfe einer Bankomatfirma lösen, so Partoll.
Ansprechpartner vor Ort
Die VKB-Filiale in Niederneukirchen ist die einzige Bank in der Gemeinde, wird aber dennoch im April 2022 geschlossen. Die Betreuung der Kunden soll zukünftig von der Filiale St. Florian übernommen werden. „Für mich gehört trotz Electronic Banking eine Bankstelle mit der Möglichkeit persönlicher Ansprechpartner zu einer grundlegenden Infrastruktur. Speziell für die ältere Generation – aufgrund oft eingeschränkter Mobilität und Möglichkeiten – ist ein Ansprechpartner vor Ort notwendig“, sagte Bürgermeister Christoph Gallner (ÖVP). Der Gemeinderat hat daher eine Resolution gegen die Entscheidung der VKB behandelt. Darüber hinaus laufen Gespräche mit anderen Banken, um etwaige Alternativen und Möglichkeiten auszuloten.


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