Petition gegen Amazon-Verteilzentrum in Kronstorf hat bereits über 500 Unterschriften

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Thomas Lettner Tips Redaktion Thomas Lettner, 17.05.2022 20:00 Uhr

KRONSTORF. Wie Ende April berichtet zeigt der globale Handelsriese Amazon angeblich Interesse am Bau eines Verteilzentrums in Kronstorf. In der Bevölkerung regte sich jedoch sofort Widerstand.

Für das neue Amazon-Verteilzentrum soll es laut der Tageszeitung „Der Standard“ schon fertige Einreichpläne geben. In der 3.500 Seelen-Gemeinde sollen auf einer Gesamtfläche von rund 87.000 Quadratmetern eine Halle mit etwa 24.000 Quadratmetern, ein 3.000 Quadratmeter großes Bürogebäude und eine asphaltierte Fläche von etwa 60.000 Quadratmetern entstehen. Dazu weise der Plan 80 Andockstellen für Groß-Lkws sowie 110 Parkplätze für Schwerfahrzeuge aus. Das neue Verteilzentrum soll auf der Fläche, die sich Google im Jahr 2008 für ein geplantes Rechenzentrum gesichert hat, gebaut werden. Das Betriebsbaugebiet gehört zum „Verband Inkoba Kronstorf - Hargelsberg, B309“. Von den 70 Hektar, die Google gehörten, wurden zwanzig Hektar wieder herausgelöst und rückabgewickelt.

Zu viel Verkehr auf der B309

Gleich nach Bekanntwerden dieser Meldung startete die Kronstorferin Elisabeth Holzmann die Petition „Nein zum Amazon-Verteilzentrum in Kronstorf – Für ein lebenswertes Kronstorf!“. Neben Umweltschutzaspekten wie Bodenversiegelung, Feinstaubbelastung oder Lärmemissionen geht es den mittlerweile über 500 Petitions-Unterzeichnern hauptsächlich darum, das massive Verkehrsaufkommen, das mit dem neuen Logistikunternehmen unweigerlich verbunden sei, zu verhindern. „Ich pendle täglich auf der B309 von Kronstorf nach Steyr. Schon jetzt ist dort sehr viel Lkw-Verkehr. Es gibt auf der B309 zu wenig Überholmöglichkeiten, was zu Zeitverzögerungen für die Pendler führen und das Risiko schwerer Unfälle erhöhen wird“, so Holzmann. Grundsätzlich haben die Petitionsunterstützer nichts gegen eine Betriebsansiedlung, doch es sollte dabei darauf geachtet werden, nachhaltige, zukunftsorientierte Unternehmen anzusiedeln, die wertvolle Arbeitsplätze bei möglichst bodenschonender Bebauung schaffen. Rückendeckung erhielt die Bürgerbewegung von den Grünen. Landtagsabgeordnete Dagmar Engl und Klubobmann Severin Mayr richteten 16 Fragen an Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) und stellten einen dringlichen Antrag auf ein Maßnahmen-Paket für die heimische Wirtschaft und den regionalen Handel im OÖ Landtag, der jedoch abgelehnt wurde. 

Kein Kommentar für Gerüchte

Doch wie konkret sind die Planungen nun bzw. wie sieht es mit den angeblichen Einreichplänen für ein Amazon-Verteilzentrum in Kronstorf wirklich aus? Bürgermeister Christian Kolarik (ÖVP) bestätigt, dass es Anfragen zu diesem seit knapp eineinhalb Jahrzehnten bestehenden Gewerbegebiet an der B309 in unmittelbarer Nähe zum zukünftigen überregionalen Umspannwerk in Winkling gab und gibt. „Zu all diesen Anfragen ist man vorweg einvernehmlich in den Gemeindeverbandsgremien übereingekommen, in ergebnisoffene Gespräche zu treten. Wir bitten um Verständnis, dass wir zum derzeitigen Zeitpunkt Gerüchte und Spekulationen nicht kommentieren dürfen“, so Kolarik. Ansiedeln kann man sich aber nur dann, wenn man über einen Grund bzw. ein Baurecht verfügt, und das sei nicht der Fall. Vonseiten der Inkoba Kronstorf-Hargelsberg gibt es außerdem eine Reihe von individuellen Leitfragen bzw. Leitthemen wie zum Beispiel zu Arbeitsplätzen, Umwelt-, Energie- und Verkehrsaspekten bis hin zur Arbeitsplatzqualität, wozu substanzielle Antworten von allen Interessenten eingefordert und erwartet werden. Und was sagt Amazon selbst zu der Sache? Auf die Frage nach konkreten Plänen für ein Verteilzentrum in Kronstorf kam von einem Amazon-Sprecher nur die kurze Mitteilung: „Wir haben dazu keine Ankündigung gemacht.“

 

 

 

 

 

 

 

 

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