Arbeit unter Extrembedingungen: Asphaltierungen am Ennsstausee

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Wolfgang Simlinger Tips Redaktion Wolfgang Simlinger, 12.08.2022 08:21 Uhr

ST.VALENTIN/KRONSTORF. An den Dämmen des Stausees Thaling und am Enns-Donau-Kanal finden umfangreiche Sanierungsarbeiten statt.

Wer aktuell von Thaling auf den Ennsstausee blickt, findet eine wüstenartige Landschaft vor. Auf einer riesigen Fläche sieht man trockenen, rissigen Schlammboden, der Ennsfluss ist nur als schmaler Wasserstreifen am Ostufer wahrnehmbar. Der Grund ist nicht die sommerliche Trockenheit, sondern die Absenkung des Wasserspiegels wegen Asphaltierungsarbeiten.

Staudamm wird saniert

Die Ennskraftwerke führen bis Mitte September 2022 Sanierungsarbeiten am 60 Jahre alten Oberwasserkanal des Kraftwerks St. Pantaleon und an den Begleitdämmen im Stauraum Thurnsdorf durch.

Aktuell liegen große Teile des Staubeckens trocken, da der Wasserspiegel um zweieinhalb Meter abgesenkt wurde. Das ist notwendig, um die oberen Teile der Dämme zu sanieren.

Dabei wird der in die Jahre gekommene Asphaltbelag von einer Spezialfirma abgefräst, danach wird ein neuer Asphaltbelag aufgetragen.

Schweizer Firma rückt mit speziellen Maschinen an

Für diese Arbeiten sind Spezialgeräte notwendig, die die Schweizer Firma WALO extra umbauen ließ. Die Arbeitsmaschinen werden von einem Raupenfahrzeug, das auf der Dammkrone fährt, am Seil gehalten.

Aktuell arbeiten ca. 50 Arbeiter unter Extrembedingungen. Nicht nur die Hitze macht den Arbeitern zu schaffen, die Arbeiten am steilen Damm sind zudem anstrengend und gefährlich. Bei ihrer Arbeit müssen die Arbeiter Schwimmwesten tragen, zusätzlich gewährt ein patrouillierendes Boot die Sicherheit an der Baustelle.

Für die Sanierung sind acht Millionen Euro veranschlagt, zusätzlich kommt es zu einer verminderten Stromproduktion am Kraftwerk St. Pantaleon. Deshalb erfolgen die Arbeiten unter einem straffen Zeitplan.

Rücksicht auf die Natur

Bevor man mit den Arbeiten begann, wurde das Wasser im Stausee langsam abgesenkt, damit sich Fische und andere Wasserlebewesen zurückziehen konnten. Ab 15. August wird der Wasserspiegel um weitere drei Meter abgesenkt. Der Oberwasserkanal wird dann komplett trocken gelegt und von Technikern kontrolliert. Biologen der Firma Blattfisch überwachen die Bauarbeiten und sind für die Abfischung des Kanals zuständig.

Ökologische Begleitmaßnahmen

Zeitgleich werden im Bereich der Weindlau Gewässerschutzmaßnahmen vorgenommen. Die verlandeten Altarme wurden bereits ausgebaggert und sollen in Zukunft als Laichgewässer für Fische dienen. Auch im Bereich der Kläranlage Ernsthofen wird das Leitwerk Gaißing ökologisch umgestaltet und ein buchtenartiger Nebenarm mit strömungsberuhigten Bereichen geschaffen. Kleinere Buchten werden gestaltet, Wurzelstöcke und Raubäume eingebracht. Auf diese Weise entstehen dort wichtige Lebensräume für Fische, Vögel und Insekten.

Auch auf der oberösterreichischen Seite wird bei Kronstorf ein Uferrückbau vorgenommen. Hier wird aktuell der Blockwurf entfernt und dadurch ein strukturiertes Ufer mit Buchten, Sand- und Kiesbänken geschaffen.

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